Egal, ob Sie ein Anfänger im Handel sind oder ein erfahrener Forex-Trader, Sie werden den Begriff “Price Action” hören. Das ist nicht nur ein Fachbegriff, sondern das Kerngeheimnis vieler Top-Trader, um im Forex-Markt Gewinne zu erzielen. Warum ist Price Action so beliebt? Weil es die “wahre Sprache” des Marktes direkt in umsetzbare Handelssignale übersetzt, ohne auf komplizierte Indikatoren oder Werkzeuge angewiesen zu sein.
Was ist Price Action? Warum kann es die universelle Sprache im Forex-Handel sein
Price Action ist im Wesentlichen sehr einfach – es sind die “Spuren”, die der Preis auf dem Chart hinterlässt. Jeder Kerzenkörper, jede Schwankung, jeder Rebound erzählt eine Geschichte: das Kräfteverhältnis zwischen Käufern und Verkäufern.
Im Forex-Markt spiegelt jede Preisbewegung drei Dinge wider: Wirtschaftsdaten, Zentralbankpolitik und Marktstimmung. Das ist das berühmte Gesetz in der Ökonomie – “Der Preis enthält alles”. Die Zinserhöhungen der Fed, die Veröffentlichung der Non-Farm Payrolls, geopolitische Ereignisse, ja sogar die psychologische Panik der Trader – alles ist bereits im aktuellen Wechselkurs eingepreist. Wenn du also den Preis selbst analysierst, anstatt ihn durch Indikatoren zu “übersetzen”, siehst du den Markt in seiner ehrlichsten Form.
Price Action im Vergleich zu traditionellen technischen Indikatoren: Warum Trader umsteigen
Viele Forex-Trader verwenden Indikatoren wie RSI, MACD oder Stochastik. Doch diese Werkzeuge haben einen entscheidenden Nachteil: Verzögerung.
Diese Indikatoren basieren auf historischen Preisdaten. Zum Beispiel ist der 50-Tage-Durchschnitt der gleitende Durchschnitt der letzten 50 Schlusskurse. Das bedeutet, die Daten, die du siehst, sind immer “die Nachrichten von gestern”. Wenn eine plötzliche Wirtschaftsdatenveröffentlichung den EUR/USD in 2 Minuten explodieren lässt, sind deine Indikatoren vielleicht noch im “Schlaf”, während die Kerzen bereits neue Bewegungen anzeigen.
Im Gegensatz dazu können Price Action-Trader sofort diese Veränderungen erkennen. Wenn bei einem wichtigen Widerstand eine starke Ablehnungskerze (z.B. Pin Bar) erscheint, sind Price Action-Trader bereits bereit, ein- oder auszusteigen, während Indikator-Nutzer noch auf das bestätigende Signal warten.
Konkrete Darstellung von Price Action auf Kerzencharts
Kerzencharts sind die “Sprache” des Price Action-Handels. Jede Kerze besteht aus vier entscheidenden Preispunkten:
Eröffnungskurs: Der Punkt, an dem die Kerze beginnt
Höchstkurs: Der höchste Punkt, den die Käufer versuchen zu erreichen
Tiefstkurs: Der niedrigste Punkt, den die Verkäufer drücken
Schlusskurs: Das endgültige Urteil über den Kampf
Durch Beobachtung des Körpers (Abstand zwischen Eröffnungs- und Schlusskurs) und der Schatten (obere und untere Linien, Höchst- und Tiefstkurse im Vergleich zum Schlusskurs) kannst du sofort erkennen, wer den Kampf gewonnen hat. Eine grüne (oder weiße) Kerze zeigt einen Käufer-Sieg, eine rote (oder schwarze) Kerze einen Verkäufer-Sieg.
Wenn eine Kerze mit extrem langem oberen Schatten, aber kleinem Körper erscheint – also eine “Pin Bar” – zeigt das, dass die Käufer versucht haben, den Preis hochzutreiben, aber stark abgewiesen wurden. Das Auftreten einer solchen Kerze an einem wichtigen Widerstand ist meist ein starkes Verkaufsignal.
Die drei wichtigsten Price Action-Strategien im Forex-Markt
Strategie 1: Breakout-Trading
Dies ist die direkteste Price Action-Strategie. Im Forex-Markt bewegen sich Währungspaare oft in Seitwärtsphasen (sogenannte “Konsolidierungszonen”). Wenn der Preis die obere oder untere Grenze dieser Zone durchbricht, löst das meist eine starke Trendbewegung aus.
Praktischer Ablauf:
Identifiziere eine klare Konsolidierungszone (Unterstützung und Widerstand)
Warte, bis der Preis die Zone vollständig durchbricht
Bei einem Durchbruch positioniere dich in Richtung des Trends
Setze den Stop-Loss knapp außerhalb des Durchbruchspunkts
Wichtig bei dieser Strategie ist: Nicht den Fake-Breakout hinterherjagen. Ein echter Durchbruch kehrt oft zurück, um die vorherigen Unterstützungs- oder Widerstandszonen zu testen. Es ist klug, bei diesem Rücksetzer einzusteigen, um dein Risiko zu minimieren.
Strategie 2: Trendfolgestrategie mit Retracements
Dies ist die sicherste und beliebteste Price Action-Strategie. In einem starken Aufwärtstrend steigt der Preis nicht geradlinig, sondern “Schritt für Schritt” – nach einem Anstieg folgt eine Korrektur.
Intelligente Trader steigen bei diesen Korrekturen ein:
Bestätige den übergeordneten Trend (z.B. auf Tagesbasis)
Finde Unterstützungszonen im Aufwärtstrend
Bei einer Rücksetzung auf eine Unterstützung suche nach Price Action-Bestätigungssignalen (z.B. Bullish Engulfing)
Positioniere dich long an dieser Stelle
Vorteil: Dein Stop-Loss liegt klar unter der Unterstützung. Dein Einstieg ist günstiger als beim Nachjagen der Hochs, das Risiko-Rendite-Verhältnis ist besser.
Strategie 3: Reversal-Trading
Die fortgeschrittenste und schwierigste Price Action-Strategie. Hier versucht man, den Zeitpunkt des Trendwechsels zu erwischen.
Wichtige Signale:
Der Trend zeigt Anzeichen von Schwäche (z.B. kleinere Kerzen, abnehmende Dynamik)
An einem wichtigen Widerstand erscheinen starke Ablehnungssignale (z.B. große Pin Bars)
Die Trendstruktur wird gebrochen (z.B. bei einem Aufwärtstrend wird ein höheres Tief durchbrochen)
Obwohl diese Strategie die frühesten Einstiege bei Trendwenden ermöglicht, ist die Fehlerquote höher. Anfänger sollten sich zunächst auf die ersten beiden Strategien konzentrieren.
Die vier Grundpfeiler des Price Action-Handels im Forex
1. Korrekte Identifikation von Unterstützung und Widerstand
Im Price Action sind Unterstützung und Widerstand keine einfache Linie, sondern eine Zone. Das liegt daran, dass Trader nicht exakt auf einem Preisniveau kaufen oder verkaufen, sondern in einem Bereich.
So erkennst du diese Zonen:
Finde Bereiche, in denen der Preis mehrfach abgeprallt oder gefallen ist
Prüfe, auf welchen Zeitrahmen diese Zonen relevant sind (Tages-, Vier-Stunden- oder 1-Stunden-Chart)
Je öfter eine Zone getestet wird, desto stärker ist sie
Bei einem Durchbruch wird vorheriger Widerstand zu Unterstützung und umgekehrt. Das ist eine der zuverlässigsten Regeln im Price Action.
2. Klare Trenderkennung
Price Action basiert auf dem Prinzip: “Der Trend ist dein Freund”. Aber nur, wenn du den Trend richtig erkennst.
Aufsteigende Trends:
Höhere Hochs (Higher Highs)
Höhere Tiefs (Higher Lows)
Solange dieses Muster intakt ist, besteht der Trend weiter
Absteigende Trends:
Niedrigere Tiefs (Lower Lows)
Niedrigere Hochs (Lower Highs)
Wenn dieses Muster gebrochen wird – z.B. bei einem Abwärtstrend ein neues höheres Hoch – könnte eine Trendwende bevorstehen.
3. Bedeutung von Kerzenmustern in der Praxis
Obwohl es hunderte Kerzenmuster gibt, brauchen Price Action-Trader nur einige wenige:
Pin Bar: deutliche Preisablehnung
Engulfing: Machtwechsel im Markt
Inside Bar: Energieansammlung
Wichtig ist, die Psychologie hinter diesen Mustern zu verstehen, nicht nur ihre Form zu kennen. Ein Pin Bar an einem wichtigen Widerstand auf Tagesbasis ist bedeutender als auf 5-Minuten-Chart.
4. Richtiger Einsatz der Zeitrahmen
Das ist eine der häufigsten Fehlerquellen: Viele Trader handeln auf kleinen Zeitrahmen gegen den größeren Trend.
Beginne immer auf dem größeren Zeitrahmen (Wochen- oder Tageschart), um den Haupttrend und die wichtigsten Zonen zu erkennen. Dann wechsle auf 4-Stunden- oder 1-Stunden-Chart, um präzise Einstiege zu finden.
Vermeide es, gegen den Trend auf kleineren Zeitrahmen zu handeln – das ist wie gegen die Strömung schwimmen.
Starte deine Price Action Forex-Reise
Schritt 1: Bereite deine Werkzeuge vor
Nur drei Dinge:
Eine stabile Trading-Plattform mit klaren Kerzencharts
Saubere Charts ohne unnötige Indikatoren
Klare Handelsregeln
Schritt 2: Lerne aus der Vergangenheit
Öffne einen Chart eines Währungspaars, schaue 6 Monate zurück. Markiere:
Wichtige Unterstützungs- und Widerstandsbereiche
Trendbeginn und -ende
Ob Price Action-Signale frühzeitig gewarnt haben
Diese Übung bringt dir in wenigen Wochen Erkenntnisse, für die andere Jahre brauchen.
Schritt 3: Teste im Demokonto
Vermeide es, direkt echtes Geld zu riskieren. Nutze ein Demokonto, um deine Regeln zu testen und zu verfeinern. Es geht nicht ums Geldverdienen, sondern um die Validierung deiner Strategie.
Schritt 4: Entwickle klare Handelsregeln
Ein guter Price Action-Plan enthält:
Einstiegskriterien: Wann gehst du in den Markt?
Stop-Loss: Wo begräbst du Verluste, wenn du falsch liegst?
Take-Profit: Wo nimmst du Gewinne mit?
Risikoverhältnis: Wie viel Risiko gehst du ein, um potenziell zu verdienen?
Ein professioneller Trader strebt mindestens 1:2 an (z.B. Risiko von 100$ für einen Gewinn von 200$).
Schritt 5: Beginne klein und bleibe diszipliniert
Starte mit kleinem Kontostand. Ziel ist, konsequent nach deinen Regeln zu handeln, nicht sofort große Gewinne zu machen. Langfristig überleben im Forex-Markt nur diejenigen, die diszipliniert starten.
Fünf Tipps, um wie ein Profi mit Price Action zu handeln
Tipp 1: Große Zeitrahmen für den Überblick nutzen
Kleine Zeitrahmen (1 Min., 5 Min.) sind voller Rauschen. Ein Pin Bar auf Tagesbasis ist ein starkes Signal, auf 1-Minuten-Chart kaum relevant.
Analysiere immer in der Reihenfolge: Wochen- → Tages- → 4-Stunden- → 1-Stunden-Chart. So bleibst du ruhig gegenüber kurzfristigen Schwankungen.
Tipp 2: Den Kontext beachten
Dasselbe Pin Bar kann an einer Unterstützung oder während eines starken Aufwärtstrends eine völlig andere Bedeutung haben. Price Action ist nicht nur die Form, sondern die Position und der Zeitpunkt.
Frage dich immer: “In welchem Kontext erscheint dieses Signal?”
Tipp 3: Weniger ist mehr
Du musst nicht täglich handeln. Gute Trader warten auf “A+”-Setups – also perfekte, alle Faktoren stimmende Gelegenheiten. Solche Gelegenheiten gibt es vielleicht nur 3-5 Mal im Monat.
Qualität vor Quantität – dein Kontowachstum wird dadurch stabiler.
Tipp 4: Halte ein Trading-Tagebuch
Mache Screenshots jeder Transaktion. Notiere deine Gründe, Gedanken und Ergebnisse. Wöchentliches Review beschleunigt dein Lernen.
Dieses Ritual zeigt dir deine tatsächliche Performance, nicht nur dein Gedächtnis.
Tipp 5: Price Action als Risikomanagement-Tool
Der größte Wert von Price Action liegt nicht in der Vorhersage, sondern in der klaren Definition deiner Fehlerpunkte.
Selbst ein Trader mit nur 50% Gewinnrate kann mit einem guten Risiko-Management dauerhaft profitabel sein, wenn die Gewinntrades größer sind als die Verlusttrades.
Zusammenfassung: Price Action im Forex-Handel
Price Action ist mehr als nur ein Analysewerkzeug. Es ist der Weg, zu lernen, wie man wie der Markt denkt und handelt. In einem hart umkämpften Markt verschafft Price Action Privatanlegern einen echten Vorteil – die Fähigkeit, direkt mit dem Markt zu sprechen.
Im Vergleich zum blinden Folgen von Indikatoren fordert Price Action dich auf, die Bedeutung des Preises wirklich zu verstehen. Es braucht keine komplexen Werkzeuge, nur einen klaren Chart, Disziplin und Geduld. Beginne mit der Identifikation wichtiger Unterstützungs- und Widerstandsbereiche, bestätige Signale durch grundlegende Price Action-Formationen und treffe deine Entscheidungen zum richtigen Zeitpunkt – dieser einfache Ablauf ist die Methode, die viele erfolgreiche Trader ausmacht.
Öffne jetzt deinen Chart, starte auf dem Wochen- oder Tageschart, finde die nächste wichtige Zone und warte auf Price Action-Signale. Dann handle nach Plan. Im Forex-Markt ist das Trading mit Price Action nicht nur möglich, sondern die wettbewerbsfähigste Methode.
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Price Action in der Forex-Handelspraxis: Von den Grundlagen zur Meisterschaft
Egal, ob Sie ein Anfänger im Handel sind oder ein erfahrener Forex-Trader, Sie werden den Begriff “Price Action” hören. Das ist nicht nur ein Fachbegriff, sondern das Kerngeheimnis vieler Top-Trader, um im Forex-Markt Gewinne zu erzielen. Warum ist Price Action so beliebt? Weil es die “wahre Sprache” des Marktes direkt in umsetzbare Handelssignale übersetzt, ohne auf komplizierte Indikatoren oder Werkzeuge angewiesen zu sein.
Was ist Price Action? Warum kann es die universelle Sprache im Forex-Handel sein
Price Action ist im Wesentlichen sehr einfach – es sind die “Spuren”, die der Preis auf dem Chart hinterlässt. Jeder Kerzenkörper, jede Schwankung, jeder Rebound erzählt eine Geschichte: das Kräfteverhältnis zwischen Käufern und Verkäufern.
Im Forex-Markt spiegelt jede Preisbewegung drei Dinge wider: Wirtschaftsdaten, Zentralbankpolitik und Marktstimmung. Das ist das berühmte Gesetz in der Ökonomie – “Der Preis enthält alles”. Die Zinserhöhungen der Fed, die Veröffentlichung der Non-Farm Payrolls, geopolitische Ereignisse, ja sogar die psychologische Panik der Trader – alles ist bereits im aktuellen Wechselkurs eingepreist. Wenn du also den Preis selbst analysierst, anstatt ihn durch Indikatoren zu “übersetzen”, siehst du den Markt in seiner ehrlichsten Form.
Price Action im Vergleich zu traditionellen technischen Indikatoren: Warum Trader umsteigen
Viele Forex-Trader verwenden Indikatoren wie RSI, MACD oder Stochastik. Doch diese Werkzeuge haben einen entscheidenden Nachteil: Verzögerung.
Diese Indikatoren basieren auf historischen Preisdaten. Zum Beispiel ist der 50-Tage-Durchschnitt der gleitende Durchschnitt der letzten 50 Schlusskurse. Das bedeutet, die Daten, die du siehst, sind immer “die Nachrichten von gestern”. Wenn eine plötzliche Wirtschaftsdatenveröffentlichung den EUR/USD in 2 Minuten explodieren lässt, sind deine Indikatoren vielleicht noch im “Schlaf”, während die Kerzen bereits neue Bewegungen anzeigen.
Im Gegensatz dazu können Price Action-Trader sofort diese Veränderungen erkennen. Wenn bei einem wichtigen Widerstand eine starke Ablehnungskerze (z.B. Pin Bar) erscheint, sind Price Action-Trader bereits bereit, ein- oder auszusteigen, während Indikator-Nutzer noch auf das bestätigende Signal warten.
Konkrete Darstellung von Price Action auf Kerzencharts
Kerzencharts sind die “Sprache” des Price Action-Handels. Jede Kerze besteht aus vier entscheidenden Preispunkten:
Durch Beobachtung des Körpers (Abstand zwischen Eröffnungs- und Schlusskurs) und der Schatten (obere und untere Linien, Höchst- und Tiefstkurse im Vergleich zum Schlusskurs) kannst du sofort erkennen, wer den Kampf gewonnen hat. Eine grüne (oder weiße) Kerze zeigt einen Käufer-Sieg, eine rote (oder schwarze) Kerze einen Verkäufer-Sieg.
Wenn eine Kerze mit extrem langem oberen Schatten, aber kleinem Körper erscheint – also eine “Pin Bar” – zeigt das, dass die Käufer versucht haben, den Preis hochzutreiben, aber stark abgewiesen wurden. Das Auftreten einer solchen Kerze an einem wichtigen Widerstand ist meist ein starkes Verkaufsignal.
Die drei wichtigsten Price Action-Strategien im Forex-Markt
Strategie 1: Breakout-Trading
Dies ist die direkteste Price Action-Strategie. Im Forex-Markt bewegen sich Währungspaare oft in Seitwärtsphasen (sogenannte “Konsolidierungszonen”). Wenn der Preis die obere oder untere Grenze dieser Zone durchbricht, löst das meist eine starke Trendbewegung aus.
Praktischer Ablauf:
Wichtig bei dieser Strategie ist: Nicht den Fake-Breakout hinterherjagen. Ein echter Durchbruch kehrt oft zurück, um die vorherigen Unterstützungs- oder Widerstandszonen zu testen. Es ist klug, bei diesem Rücksetzer einzusteigen, um dein Risiko zu minimieren.
Strategie 2: Trendfolgestrategie mit Retracements
Dies ist die sicherste und beliebteste Price Action-Strategie. In einem starken Aufwärtstrend steigt der Preis nicht geradlinig, sondern “Schritt für Schritt” – nach einem Anstieg folgt eine Korrektur.
Intelligente Trader steigen bei diesen Korrekturen ein:
Vorteil: Dein Stop-Loss liegt klar unter der Unterstützung. Dein Einstieg ist günstiger als beim Nachjagen der Hochs, das Risiko-Rendite-Verhältnis ist besser.
Strategie 3: Reversal-Trading
Die fortgeschrittenste und schwierigste Price Action-Strategie. Hier versucht man, den Zeitpunkt des Trendwechsels zu erwischen.
Wichtige Signale:
Obwohl diese Strategie die frühesten Einstiege bei Trendwenden ermöglicht, ist die Fehlerquote höher. Anfänger sollten sich zunächst auf die ersten beiden Strategien konzentrieren.
Die vier Grundpfeiler des Price Action-Handels im Forex
1. Korrekte Identifikation von Unterstützung und Widerstand
Im Price Action sind Unterstützung und Widerstand keine einfache Linie, sondern eine Zone. Das liegt daran, dass Trader nicht exakt auf einem Preisniveau kaufen oder verkaufen, sondern in einem Bereich.
So erkennst du diese Zonen:
Bei einem Durchbruch wird vorheriger Widerstand zu Unterstützung und umgekehrt. Das ist eine der zuverlässigsten Regeln im Price Action.
2. Klare Trenderkennung
Price Action basiert auf dem Prinzip: “Der Trend ist dein Freund”. Aber nur, wenn du den Trend richtig erkennst.
Aufsteigende Trends:
Absteigende Trends:
Wenn dieses Muster gebrochen wird – z.B. bei einem Abwärtstrend ein neues höheres Hoch – könnte eine Trendwende bevorstehen.
3. Bedeutung von Kerzenmustern in der Praxis
Obwohl es hunderte Kerzenmuster gibt, brauchen Price Action-Trader nur einige wenige:
Wichtig ist, die Psychologie hinter diesen Mustern zu verstehen, nicht nur ihre Form zu kennen. Ein Pin Bar an einem wichtigen Widerstand auf Tagesbasis ist bedeutender als auf 5-Minuten-Chart.
4. Richtiger Einsatz der Zeitrahmen
Das ist eine der häufigsten Fehlerquellen: Viele Trader handeln auf kleinen Zeitrahmen gegen den größeren Trend.
Beginne immer auf dem größeren Zeitrahmen (Wochen- oder Tageschart), um den Haupttrend und die wichtigsten Zonen zu erkennen. Dann wechsle auf 4-Stunden- oder 1-Stunden-Chart, um präzise Einstiege zu finden.
Vermeide es, gegen den Trend auf kleineren Zeitrahmen zu handeln – das ist wie gegen die Strömung schwimmen.
Starte deine Price Action Forex-Reise
Schritt 1: Bereite deine Werkzeuge vor
Nur drei Dinge:
Schritt 2: Lerne aus der Vergangenheit
Öffne einen Chart eines Währungspaars, schaue 6 Monate zurück. Markiere:
Diese Übung bringt dir in wenigen Wochen Erkenntnisse, für die andere Jahre brauchen.
Schritt 3: Teste im Demokonto
Vermeide es, direkt echtes Geld zu riskieren. Nutze ein Demokonto, um deine Regeln zu testen und zu verfeinern. Es geht nicht ums Geldverdienen, sondern um die Validierung deiner Strategie.
Schritt 4: Entwickle klare Handelsregeln
Ein guter Price Action-Plan enthält:
Ein professioneller Trader strebt mindestens 1:2 an (z.B. Risiko von 100$ für einen Gewinn von 200$).
Schritt 5: Beginne klein und bleibe diszipliniert
Starte mit kleinem Kontostand. Ziel ist, konsequent nach deinen Regeln zu handeln, nicht sofort große Gewinne zu machen. Langfristig überleben im Forex-Markt nur diejenigen, die diszipliniert starten.
Fünf Tipps, um wie ein Profi mit Price Action zu handeln
Tipp 1: Große Zeitrahmen für den Überblick nutzen
Kleine Zeitrahmen (1 Min., 5 Min.) sind voller Rauschen. Ein Pin Bar auf Tagesbasis ist ein starkes Signal, auf 1-Minuten-Chart kaum relevant.
Analysiere immer in der Reihenfolge: Wochen- → Tages- → 4-Stunden- → 1-Stunden-Chart. So bleibst du ruhig gegenüber kurzfristigen Schwankungen.
Tipp 2: Den Kontext beachten
Dasselbe Pin Bar kann an einer Unterstützung oder während eines starken Aufwärtstrends eine völlig andere Bedeutung haben. Price Action ist nicht nur die Form, sondern die Position und der Zeitpunkt.
Frage dich immer: “In welchem Kontext erscheint dieses Signal?”
Tipp 3: Weniger ist mehr
Du musst nicht täglich handeln. Gute Trader warten auf “A+”-Setups – also perfekte, alle Faktoren stimmende Gelegenheiten. Solche Gelegenheiten gibt es vielleicht nur 3-5 Mal im Monat.
Qualität vor Quantität – dein Kontowachstum wird dadurch stabiler.
Tipp 4: Halte ein Trading-Tagebuch
Mache Screenshots jeder Transaktion. Notiere deine Gründe, Gedanken und Ergebnisse. Wöchentliches Review beschleunigt dein Lernen.
Dieses Ritual zeigt dir deine tatsächliche Performance, nicht nur dein Gedächtnis.
Tipp 5: Price Action als Risikomanagement-Tool
Der größte Wert von Price Action liegt nicht in der Vorhersage, sondern in der klaren Definition deiner Fehlerpunkte.
Selbst ein Trader mit nur 50% Gewinnrate kann mit einem guten Risiko-Management dauerhaft profitabel sein, wenn die Gewinntrades größer sind als die Verlusttrades.
Zusammenfassung: Price Action im Forex-Handel
Price Action ist mehr als nur ein Analysewerkzeug. Es ist der Weg, zu lernen, wie man wie der Markt denkt und handelt. In einem hart umkämpften Markt verschafft Price Action Privatanlegern einen echten Vorteil – die Fähigkeit, direkt mit dem Markt zu sprechen.
Im Vergleich zum blinden Folgen von Indikatoren fordert Price Action dich auf, die Bedeutung des Preises wirklich zu verstehen. Es braucht keine komplexen Werkzeuge, nur einen klaren Chart, Disziplin und Geduld. Beginne mit der Identifikation wichtiger Unterstützungs- und Widerstandsbereiche, bestätige Signale durch grundlegende Price Action-Formationen und treffe deine Entscheidungen zum richtigen Zeitpunkt – dieser einfache Ablauf ist die Methode, die viele erfolgreiche Trader ausmacht.
Öffne jetzt deinen Chart, starte auf dem Wochen- oder Tageschart, finde die nächste wichtige Zone und warte auf Price Action-Signale. Dann handle nach Plan. Im Forex-Markt ist das Trading mit Price Action nicht nur möglich, sondern die wettbewerbsfähigste Methode.