Geldknappheit im Jahr 2026: Risiken mit tiefgreifenden Auswirkungen und Strategien der Anleger zur Bewältigung

2026 ist da. Die Weltwirtschaft befindet sich im Beginn eines neuen Kapitels. Es geht nicht mehr nur um hohe Preise, sondern zunehmend zeichnen sich Schatten des “Deflations” ab. Diese Situation wird tiefgreifende Auswirkungen auf die Anlagestrategien derjenigen haben, die sich nicht rechtzeitig anpassen. Für diejenigen, die die Mechanismen verstehen, besteht jedoch die Chance, die Renditen zu verbessern.

Grundverständnis: Was ist Deflation?

Deflation ist eine wirtschaftliche Phase, die sich von dem unterscheidet, was die meisten Investoren bisher erlebt haben. Sie bedeutet einen anhaltenden Rückgang des allgemeinen Preisniveaus für Waren und Dienstleistungen über einen bestimmten Zeitraum, gemessen am Verbraucherpreisindex (VPI) mit negativen Werten.

Es ist jedoch wichtig, Deflation von ähnlichen Phänomenen wie “Disinflation” zu unterscheiden – einer Verlangsamung des Preisanstiegs, z.B. von 5% auf 2%. Die Preise steigen weiterhin, aber langsamer. Bei Deflation sinken die tatsächlichen Preise jedoch deutlich, z.B. um -1% oder -2%. Dieser Unterschied erfordert eine grundlegend andere Investitionsstrategie.

Ursachen der Deflation und mögliche Risiken

Deflation entsteht nicht zufällig, sondern hat tiefe wirtschaftliche Ursachen, die in zwei Hauptkategorien unterteilt werden:

Erstens: “Nachfragedeflation” – entsteht, wenn die gesamtwirtschaftliche Nachfrage nach Gütern und Dienstleistungen sinkt. Wenn Verbraucher Angst vor Arbeitslosigkeit oder Einkommensverlust haben, sparen sie mehr und geben weniger aus. Banken sind bei der Kreditvergabe restriktiver, was die Geldmenge im System verringert. Unternehmen müssen ihre Preise senken, um ihre Produkte zu verkaufen, was zu Entlassungen und Lohnkürzungen führt – ein Teufelskreis, der schwer zu durchbrechen ist.

Zweitens: “Angebotsdeflation” – entsteht, wenn die Produktionskosten sinken. KI und Roboter reduzieren die Herstellungskosten erheblich. Globalisierung bringt günstige Waren aus China auf den Markt. Energiepreise fallen, was den Preisdruck auf Güter erhöht.

Die Wirtschaftsgeschichte lehrt: Während der Großen Depression (1929–1933) sanken die Preise in den USA um 27%, die Börse brach zusammen, Banken scheiterten, die Geldmenge schrumpfte um 30%, die Produktion schwankte stark, die Arbeitslosigkeit stieg auf 25%. In Japan führte die “verlorene Dekade” nach der Blase 1990 zu über 30 Jahren stagnierender Preise, da die Banken ihre Kredite auf Immobilien und Aktien konzentrierten, während die Bevölkerung auf weitere Preisrückgänge wartete.

Auswirkungen auf Wirtschaft und Ihre Investitionen

Deflation wirkt kontinuierlich und tiefgreifend. Erstens: der “Teufelskreis” – wenn Menschen glauben, dass die Preise weiter fallen, zögern sie mit Käufen. Die Umsätze sinken, Unternehmen senken Preise und Produktion, was zu Entlassungen führt. Arbeitslose haben weniger Kaufkraft, was die Abwärtsspirale verstärkt.

Zweitens: “Schulden werden zum Feind” – bei Deflation steigt der reale Schuldenwert. Haben Sie z.B. 1 Million Baht Schulden, aber Ihr Einkommen sinkt um 3%, wird die Schuldenlast schwerer zu tragen. Sie müssen härter arbeiten oder mehr verkaufen, um die Schulden zu tilgen. Schuldner in dieser Lage geraten schnell in die Verlustzone.

Am Aktienmarkt führen fallende Preise bei Unternehmenserträgen (Earnings) zu sinkenden Aktienkursen, besonders bei zyklischen Branchen. Immobilienpreise und Mieten fallen, was das Einkommen schmälert und das Risiko von Kreditausfällen erhöht.

Kontext in Thailand und Warnsignale

Thailand steht vor mehreren Herausforderungen. Das BIP-Wachstum 2026 wird auf nur 1,5–1,6% geschätzt – das niedrigste in drei Jahrzehnten. Die alternde Gesellschaft konsumiert weniger. Die Verschuldung der Haushalte liegt bei 85% des BIP, was die Ausgaben für Schuldenrückzahlungen einschränkt. Diese Faktoren üben Druck auf eine anhaltende Deflation oder niedrige Inflation aus.

Anlagestrategien bei Deflation

In einer deflationären Phase gilt: “Cash is king” – nicht mehr “Cash ist Müll”. Die Strategie sollte auf Kapitalerhalt und stabile Cashflows ausgerichtet sein.

Staatsanleihen mit langer Laufzeit werden zu sicheren Häfen. Wenn die Zentralbanken die Zinsen senken, steigen die Anleihekurswerte. Die “echte Rendite” wird höher, da die Inflation niedrig ist. ETFs wie TLT (US-Treasury Bonds) sind hier eine gute Wahl.

Bargeld oder Geldmarktfonds helfen, den Wert zu bewahren und Liquidität für günstige Käufe bei der Erholung zu sichern. Wer ausreichend Bargeld hat, ist im Vorteil.

Defensive Aktien wie Konsumgüter (Consumer Staples), Versorger (Utilities) und Gesundheitswesen (Healthcare) bleiben stabil, da Menschen auch in Krisenzeiten konsumieren.

Gold gilt als sicherer Hafen. Wenn das Vertrauen in Banken schwindet, steigt die Nachfrage. Analysten erwarten 2026 eine positive Entwicklung, unterstützt durch Zentralbankkäufe und niedrige Zinsen.

Für aktive Investoren bietet sich die Strategie des “Short Selling” oder der Eröffnung von Verkaufspositionen via CFDs an. Bei fallenden Kursen können Gewinne realisiert werden. Beispiel: Wenn Sie erwarten, dass der S&P 500 fällt, eröffnen Sie eine Short-Position. Bei Kursrückgang realisieren Sie den Gewinn.

Zusammenfassend: 2026 wird eine Bewährungsprobe für diejenigen sein, die Deflation und ihre Auswirkungen verstehen. Bewusstes Portfoliomanagement, Goldakkumulation oder fortgeschrittene Strategien helfen nicht nur zu überleben, sondern auch zu gedeihen, während andere in Panik geraten.

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