SanDisk „schnell gefallen“! Bären-Analysten von Citron behaupten, die angebliche Versorgungsknappheit sei eine „Fata Morgana“, und der Zyklus stehe kurz vor seinem Höhepunkt
Bei der Ankündigung des bekannten Leerverkäufers Citron Research, auf SanDisk (SNDK) zu setzen, stürzte die Aktie des Speicherchips-Herstellers während des Handelstags stark ab.
Am Dienstag, dem 24. Oktober, postete Citron auf sozialen Medien, dass die Preislogik für SanDisk grundlegend falsch sei und die aktuelle Knappheit bei Speicherchips nur eine „Fata Morgana“ sei, wobei der Zyklus bereits kurz vor seinem Höhepunkt stehe. Nach der Veröffentlichung fiel der SanDisk-Kurs (SNDK) am Dienstagmorgen zunächst um bis zu 5,7 %, er erholte sich kurzzeitig zum Handelsbeginn, fiel dann aber wieder und erreichte schließlich einen Rückgang von 8 %, bevor er bei einem Minus von 4,2 % schloss.
Vor der Leerverkaufs-Äußerung hatte SanDisk in den letzten vier Wochen bereits fast 40 % zugelegt, seit Anfang 2026 etwa 175 %, und in den letzten 12 Monaten sogar über 1200 %. Citrons Eingreifen führte zu Zweifeln an der Nachhaltigkeit dieses starken Anstiegs und löste erneut Sorgen bei Investoren hinsichtlich des Konjunkturzyklus in der Speicherchipbranche aus.
Auf der Retail-Plattform Stocktwits hat sich die Stimmung zu SNDK in den letzten 24 Stunden in Richtung „Short“ verschoben, das Diskussionvolumen ist jedoch gering. Einige Nutzer der Plattform äußerten sich skeptisch gegenüber Citrons Einschätzung.
Ein Nutzer, thealster, schrieb, dass Citron mit seiner Leerverkaufs-Analyse richtig liege, der Zeitpunkt aber etwa zwei Jahre zu früh sei. Er wies darauf hin, dass Samsung derzeit mehr Gewinn mit hochbandbreiten Speicherchips (HBM) für Nvidia erwirtschafte als mit NAND-Flash, und die beiden Unternehmen unterschiedliche Wege gingen.
Drei Hauptargumente: Warum Citron SanDisk bearish sieht
Citrons Leerverkaufs-Strategie basiert auf drei Hauptpunkten: der Bedrohung durch Samsung, den Abgabesignalen des langfristigen Investors Western Digital sowie der historischen Zyklus-Spitze.
Im Hinblick auf den Wettbewerb mit Samsung weist Citron darauf hin, dass Samsung Electronics seit 30 Jahren eine Strategie verfolgt, bei der Marktanteile auf Kosten der Profitabilität erobert werden. Sobald SanDisk und andere reine Speicherhersteller hohe Margen erzielen, erhöht Samsung die Produktion und senkt die Preise erheblich.
Citron hält diese Bedrohung für besonders ernst: Samsung hat kürzlich öffentlich erklärt, keine Produkte mit weniger als 50 % Bruttomarge zu verkaufen, und integriert seine modernsten Chips in den Kernmarkt von SanDisk – den High-End-SSD-Markt. Citron schreibt: „Sie sind nicht nur eine Kapazitäts-Gorilla, sondern setzen mit neuen, günstigeren Technologien direkt auf SanDisks hochwertige Kunden.“
Weiterhin verweist Citron auf ein weiteres Signal: Western Digital hat vor einigen Tagen große Mengen an SanDisk-Aktien zu einem etwa 25 % niedrigeren Kurs verkauft, um Schulden zu tilgen. Citron sieht darin keine Zufälligkeit, sondern eine vorzeitige Einschätzung des bevorstehenden Zyklus-Höhepunkts bei Speicher.
Was die Zyklus-Spitze betrifft, vergleicht Citron die aktuelle Knappheit bei Speicher mit einer „Fata Morgana“ und führt an, dass die Ursache in einer vorübergehenden Produktionsengpass bei einer anderen Samsung-Produktlinie liegt, die ein klares „Verfallsdatum“ hat.
Citron warnt, dass bereits eine Kapazität vorhanden ist, die das Doppelte des Peak 2018 beträgt. Sobald diese in den Markt gelangt, könnte das Angebot-Nachfrage-Verhältnis in einer einzigen Quartalskonferenz umkehren.
Außerdem zieht Citron einen Vergleich zwischen SanDisk und Nvidia: „Der Markt bewertet SanDisk wie Nvidia, aber das ist ein Problem: Nvidia hat eine Schutzmauer, SanDisk verkauft Massenware.“
Vollständiger Citron-Post auf X (ehemals Twitter):
Citron setzt auf SanDisk (SNDK) – Alarmzeichen, die nicht nur am Hochpunkt läuten
Wir brauchen nicht, dass Anthropic ankündigt, in NAND-Flash einzusteigen, um SanDisk leer zu verkaufen. Samsung ist schon seit 30 Jahren die große Gorilla, und diese Strategie verfolgt sie seit drei Jahrzehnten.
Die TV-Gäste klopfen auf den Tisch und treiben Retail-Investoren in die Enge, doch der langfristige Investor Western Digital hat vor wenigen Tagen bereits große Mengen seiner SanDisk-Aktien zu 25 % unter dem aktuellen Kurs verkauft.
Fragen Sie sich warum. Weil sie wissen, dass der Zyklus kurz vor dem Höhepunkt steht und sie nicht auf das Glockenzeichen warten wollen.
Der Markt bewertet SanDisk wie Nvidia (NVDA). Aber das Problem ist: Nvidia hat eine Schutzmauer, SanDisk verkauft Massenware.
2008, 2012, 2018 – wir haben ähnliche Situationen gesehen. Diesmal ist es nicht anders. Der Speicherzyklus erreicht immer seinen Höhepunkt.
Samsung hat 30 Jahre lang auf Marktanteile statt auf Margen gesetzt. Sie warten, bis reine SSD-Hersteller wie SanDisk bei 50 % Marge zufrieden sind, und schlagen dann zu. Doch diesmal ist die Lage noch schlimmer. Alle, die an SanDisk glauben, sollten diesen Artikel lesen: Samsung hat gerade angekündigt, keine Produkte mit weniger als 50 % Marge zu verkaufen und will die besten Chips in den High-End-SSD-Markt von SanDisk bringen. Samsung ist nicht mehr nur ein Kapazitätsriese. Sie setzen auf billigere, modernere Technologien, um SanDisks hochwertige Kunden zu stehlen. Und was ist der einzige Grund für die aktuelle Knappheit? Ein vorübergehendes Yield-Problem bei einer anderen Samsung-Produktlinie.
Dieses Engpass wird vorbeigehen.
Es sind bereits Kapazitäten vorhanden, die das Doppelte des Peak 2018 erreichen. Diese sogenannte „Versorgungsnot“ ist nur eine Fata Morgana und könnte bei einer einzigen Quartalskonferenz vollständig verschwinden.
Ein Vergleich: Leerverkäufe bei SanDisk sind wie das Rutschen auf Eishockey-Eis. Wenn der Zyklus wieder in die Normalität zurückkehrt, wird der Aktienkurs noch viel weiter fallen.
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SanDisk „schnell gefallen“! Bären-Analysten von Citron behaupten, die angebliche Versorgungsknappheit sei eine „Fata Morgana“, und der Zyklus stehe kurz vor seinem Höhepunkt
Bei der Ankündigung des bekannten Leerverkäufers Citron Research, auf SanDisk (SNDK) zu setzen, stürzte die Aktie des Speicherchips-Herstellers während des Handelstags stark ab.
Am Dienstag, dem 24. Oktober, postete Citron auf sozialen Medien, dass die Preislogik für SanDisk grundlegend falsch sei und die aktuelle Knappheit bei Speicherchips nur eine „Fata Morgana“ sei, wobei der Zyklus bereits kurz vor seinem Höhepunkt stehe. Nach der Veröffentlichung fiel der SanDisk-Kurs (SNDK) am Dienstagmorgen zunächst um bis zu 5,7 %, er erholte sich kurzzeitig zum Handelsbeginn, fiel dann aber wieder und erreichte schließlich einen Rückgang von 8 %, bevor er bei einem Minus von 4,2 % schloss.
Vor der Leerverkaufs-Äußerung hatte SanDisk in den letzten vier Wochen bereits fast 40 % zugelegt, seit Anfang 2026 etwa 175 %, und in den letzten 12 Monaten sogar über 1200 %. Citrons Eingreifen führte zu Zweifeln an der Nachhaltigkeit dieses starken Anstiegs und löste erneut Sorgen bei Investoren hinsichtlich des Konjunkturzyklus in der Speicherchipbranche aus.
Auf der Retail-Plattform Stocktwits hat sich die Stimmung zu SNDK in den letzten 24 Stunden in Richtung „Short“ verschoben, das Diskussionvolumen ist jedoch gering. Einige Nutzer der Plattform äußerten sich skeptisch gegenüber Citrons Einschätzung.
Ein Nutzer, thealster, schrieb, dass Citron mit seiner Leerverkaufs-Analyse richtig liege, der Zeitpunkt aber etwa zwei Jahre zu früh sei. Er wies darauf hin, dass Samsung derzeit mehr Gewinn mit hochbandbreiten Speicherchips (HBM) für Nvidia erwirtschafte als mit NAND-Flash, und die beiden Unternehmen unterschiedliche Wege gingen.
Drei Hauptargumente: Warum Citron SanDisk bearish sieht
Citrons Leerverkaufs-Strategie basiert auf drei Hauptpunkten: der Bedrohung durch Samsung, den Abgabesignalen des langfristigen Investors Western Digital sowie der historischen Zyklus-Spitze.
Im Hinblick auf den Wettbewerb mit Samsung weist Citron darauf hin, dass Samsung Electronics seit 30 Jahren eine Strategie verfolgt, bei der Marktanteile auf Kosten der Profitabilität erobert werden. Sobald SanDisk und andere reine Speicherhersteller hohe Margen erzielen, erhöht Samsung die Produktion und senkt die Preise erheblich.
Citron hält diese Bedrohung für besonders ernst: Samsung hat kürzlich öffentlich erklärt, keine Produkte mit weniger als 50 % Bruttomarge zu verkaufen, und integriert seine modernsten Chips in den Kernmarkt von SanDisk – den High-End-SSD-Markt. Citron schreibt: „Sie sind nicht nur eine Kapazitäts-Gorilla, sondern setzen mit neuen, günstigeren Technologien direkt auf SanDisks hochwertige Kunden.“
Weiterhin verweist Citron auf ein weiteres Signal: Western Digital hat vor einigen Tagen große Mengen an SanDisk-Aktien zu einem etwa 25 % niedrigeren Kurs verkauft, um Schulden zu tilgen. Citron sieht darin keine Zufälligkeit, sondern eine vorzeitige Einschätzung des bevorstehenden Zyklus-Höhepunkts bei Speicher.
Was die Zyklus-Spitze betrifft, vergleicht Citron die aktuelle Knappheit bei Speicher mit einer „Fata Morgana“ und führt an, dass die Ursache in einer vorübergehenden Produktionsengpass bei einer anderen Samsung-Produktlinie liegt, die ein klares „Verfallsdatum“ hat.
Citron warnt, dass bereits eine Kapazität vorhanden ist, die das Doppelte des Peak 2018 beträgt. Sobald diese in den Markt gelangt, könnte das Angebot-Nachfrage-Verhältnis in einer einzigen Quartalskonferenz umkehren.
Außerdem zieht Citron einen Vergleich zwischen SanDisk und Nvidia: „Der Markt bewertet SanDisk wie Nvidia, aber das ist ein Problem: Nvidia hat eine Schutzmauer, SanDisk verkauft Massenware.“
Vollständiger Citron-Post auf X (ehemals Twitter):
Haftungsausschluss: Dieser Artikel und die Daten dienen nur der Information und stellen keine Anlageberatung dar. Bitte prüfen Sie vor Investitionen. Es besteht das Risiko eigener Verantwortung.