Möchten Sie durch den Kauf und Verkauf von Fremdwährungen Geld verdienen? Der vollständige Leitfaden hilft Ihnen, die Gewinnlogik beim Devisenhandel zu verstehen

Viele Investoren möchten durch den Kauf und Verkauf von Fremdwährungen Geld verdienen, wissen aber oft nicht, wo sie anfangen sollen. Im Gegensatz zu anderen Anlagemöglichkeiten ist der Devisenhandel von Variablen wie Wechselkursschwankungen, Zinsdifferenzen und globalen Wirtschaftslagen beeinflusst. Dieser Artikel erklärt die Kernkonzepte des Devisenhandels, Wege zur Gewinnsteigerung und konkrete Strategien für Anfänger.

Unterscheidung zwischen Fremdwährungen und Devisen: Investitionsobjekte verstehen

Viele Anfänger verwechseln die Begriffe „Fremdwährung“ und „Devisen“. Fremdwährungen sind alle ausländischen Währungen außer der eigenen Landeswährung, während Devisen Vermögenswerte in Fremdwährungen sind, z.B. Bankeinlagen, Staatsanleihen usw. Einfach gesagt, sind Fremdwährungen eine konkrete Form der Devisen.

Taiwanesische Investoren, die am Devisenmarkt teilnehmen möchten, haben Zugang zu Hauptwährungen wie US-Dollar (USD), Australischer Dollar (AUD), Kanadischer Dollar (CAD), Hongkong-Dollar (HKD), Pfund (GBP), Schweizer Franken (CHF), Yen (JPY), Euro (EUR), Neuseeland-Dollar (NZD), Singapur-Dollar (SGD), Südafrikanischer Rand (ZAR) und Schwedische Krone (SEK). Aufgrund der langfristig niedrigen Leitzinsen in Taiwan wenden sich viele Investoren Fremdwährungen zu, um höhere Zinsen zu erzielen.

Wie erzielt man Gewinne beim Kauf und Verkauf von Fremdwährungen: Wechselkurs- und Zinsdifferenzen

Der Gewinn beim Devisenhandel basiert auf zwei Hauptfaktoren: Wechselkursdifferenz und Zinsdifferenz.

Wechselkursdifferenz bezeichnet die Differenz, die sich durch Kursänderungen zwischen verschiedenen Währungen ergibt. Beispiel: Wenn der Wechselkurs beim Tausch von NT$ in USD bei 30 NT$ pro USD liegt und später der USD auf 32 NT$ pro USD steigt, kann man beim Rücktausch in NT$ profitieren.

Zinsdifferenz entsteht durch Unterschiede in den Leitzinsen verschiedener Länder. Beispiel: Taiwan hat eine Einlagezinsen von 2 %, die USA 5 %, die Differenz von 3 % bietet potenzielle Gewinne. Allerdings müssen Investoren vorsichtig sein, da Gewinne durch Zinsdifferenzen auch durch ungünstige Wechselkursbewegungen zunichte gemacht werden können – das bekannte Phänomen „Zinsen gewonnen, Wechselkurs verloren“.

Beispiel: Wenn ein Investor 33 NT$ pro USD tauscht, um US-Staatsanleihen zu kaufen, und 5 % Zinsen erhält, aber der USD später abwertet und nur noch 30 NT$ pro USD zurückbekommt, entsteht insgesamt ein Verlust. Daher sollten Investoren vor Beginn genau wissen, ob sie auf Zins- oder Wechselkursgewinne setzen.

Drei Hauptwege der Fremdwährungsinvestition: Für jeden passenden Ansatz wählen

Taiwanesische Investoren nutzen hauptsächlich drei Wege, um in Fremdwährungen zu investieren, mit jeweils eigenen Merkmalen und Zielgruppen.

Fremdwährungssparen: Solide Zinsgewinne

Fremdwährungssparen ist die einfachste Form der Fremdinvestition, bei der es vor allem um Zinsgewinne auf Bankeinlagen geht. Man eröffnet ein Fremdwährungskonto (z.B. E.Sun Fremdwährungskonto), was ab 20 Jahren mit entsprechenden Dokumenten möglich ist.

Vorteile: geringes Risiko, einfache Handhabung, geeignet für Anfänger. Nachteil: Geringe Liquidität, vorzeitig kündigen bei Zielerreichung kann Zinsen kosten. Bei reiner Guthabenhaltung sind die Zinsen meist zu niedrig, weshalb viele Investoren es mit anderen Strategien kombinieren.

Fremdwährungsfonds: Flexible, beidseitige Erträge

Fremdwährungsfonds erfordern keine feste Laufzeit, können jederzeit gekauft oder verkauft werden, und bieten Zinsen zwischen Tagesgeld und Festgeld. Beispiele: UBS USD-Fonds (Luxemburg), Managementgebühr ca. 0,5 %, oder YUANTA USD-ETF (00682U), der den US-Dollar-Index nachbildet, mit Kosten um 0,6 %. Investoren zahlen in NT$, die Fondsgesellschaft übernimmt den Währungstausch und erzielt sowohl Zins- als auch Wechselkursgewinne. Besonders geeignet für flexible Kapitalnutzung.

Devisenmarginhandel: Hoch leverage für kurzfristige Chancen

Für erfahrene Investoren bietet der Devisenmarginhandel hohe Hebel (50- bis 200-fach), um Gewinne zu vervielfachen. Hierbei wird hauptsächlich auf Wechselkursdifferenzen gesetzt, da die Volatilität der Währungen vergleichsweise gering ist.

Der Marginhandel läuft 24 Stunden, T+0, und erfordert geringe Anfangsinvestitionen. Über Online-Plattformen können Währungspaare wie AUD/USD oder EUR/USD gehandelt werden. Es ist jedoch wichtig, die regulatorischen Empfehlungen zu beachten, z.B. sollte der Hebel bei den wichtigsten Währungspaaren unter 30 liegen, um Risiken zu kontrollieren. Timing ist entscheidend: Der Einstieg bei Trendbeginn ist meist erfolgversprechender.

Klassifizierung und Eigenschaften von Fremdwährungen: Differenzierte Strategien entwickeln

Je nach Einflussfaktoren auf den Wechselkurs lassen sich Fremdwährungen in vier Kategorien einteilen, die unterschiedliche Investitionslogiken aufweisen.

Politisch beeinflusste Währungen: USD und EUR

Der Kurs von USD und EUR wird hauptsächlich durch die Geldpolitik der Zentralbanken bestimmt. Bei expansiver Geldpolitik oder Zinssenkungen tendieren die Währungen zur Abwertung, bei Straffung zur Aufwertung. Investoren sollten die Veröffentlichungen der Zentralbanken genau verfolgen.

Die Entscheidungen der Fed und der EZB haben globalen Einfluss. Wenn die Fed die Zinsen anpasst, verändert sich die Nachfrage nach USD, was den Wechselkurs beeinflusst.

Safe-Haven-Währungen: JPY und CHF

Japan und die Schweiz gelten als stabile, sichere Häfen. Ihre Zentralbanken ändern die Zinsen kaum, und die Wirtschaft ist weniger global vernetzt. Bei Unsicherheiten kaufen Investoren diese Währungen, um Vermögen zu sichern.

Viele nutzen diese Währungen für Carry-Trade: Sie leihen sich z.B. Yen (niedrige Zinsen) und investieren in USD (höhere Zinsen), um Zinsgewinne zu erzielen.

Rohstoffwährungen: AUD und CAD

Australien und Kanada sind stark vom Export von Rohstoffen abhängig. Australien exportiert vor allem Eisenerz und Kohle, Kanada vor allem Öl. Steigen die Rohstoffpreise, steigt auch die Währung, und umgekehrt.

Beispiel: Bei fallenden Eisenerzpreisen sinkt der AUD/USD-Kurs. Für Einsteiger ist die Entwicklung dieser Währungen gut nachvollziehbar, da sie direkt mit Rohstoffpreisen korreliert.

Schwellenländerwährungen: CNY und ZAR

Währungen aus wachstumsstarken Ländern wie China (Renminbi) und Südafrika (Rand) bieten oft höhere Zinsen, sind aber auch volatiler und weniger liquide. Investitionen erfordern Vorsicht, da politische Unsicherheiten und größere Kursschwankungen das Risiko erhöhen.

Wichtige Währungspaare im Überblick: Marktbewegungen verstehen

Der US-Dollar-Index setzt sich aus sechs Währungen zusammen: EUR (57,6 %), JPY (13,6 %), GBP (11,9 %), CAD (9,1 %), SEK (4,2 %), CHF (3,6 %). Das Verständnis dieser Währungspaare ist für Investitionsentscheidungen essenziell.

EUR/USD

Das meistgehandelte Währungspaar, beeinflusst von der Wirtschaftslage Europas und der US-Politik. Die EZB verfolgt eine relativ stabile Geldpolitik, während die Fed Unsicherheiten aufweist. Die Kursentwicklung hängt stark von den Erwartungen an die Zinsentwicklung ab.

USD/JPY

Ein beliebtes Carry-Trade-Paar. Japanische Zinsen sind niedrig, die US-Zinsen steigen möglicherweise. Die Differenz beeinflusst die Kursentwicklung. Politische Veränderungen in Japan können kurzfristig für Schwankungen sorgen.

GBP/USD

Historisch ein bedeutendes Währungspaar. Aktuell wird die britische Währung durch den schwachen Dollar gestützt, aber die Unsicherheiten nach Brexit und Wirtschaftswachstum lassen auf Seitwärtsbewegungen schließen.

USD/CHF

Der Schweizer Franken gilt als sicherer Hafen. Bei globalen Unsicherheiten steigt die Nachfrage, was den Kurs stützt. Langfristig wird die Entwicklung durch US-Wirtschaftsdaten und die Geldpolitik beeinflusst.

Wesentliche Einflussfaktoren auf Wechselkurse

Um erfolgreich zu handeln, müssen Investoren die grundlegenden Kräfte verstehen, die Wechselkurse bewegen:

  • Inflation: Niedrige Inflation stärkt die Währung, da die Kaufkraft erhalten bleibt. Hohe Inflation führt meist zu Abwertung.
  • Zinsen: Höhere Zinsen ziehen Kapital an, erhöhen den Wert der Währung.
  • Staatsschulden: Hohe Schulden können das Vertrauen schwächen, Abwertung bewirken.
  • Handelsbilanz: Wenn Exporte die Importe übersteigen, steigt die Nachfrage nach der eigenen Währung.
  • Politische Stabilität: Stabilität fördert Investitionen und stärkt die Währung; Unsicherheiten drücken den Kurs.

Praktische Strategien für Anfänger im Devisenhandel

Nach dem Erwerb von Grundwissen sollten Investoren praktische Schritte umsetzen:

1. Zielauswahl: Analysieren Sie die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Währungen, z.B. Zinsentwicklung, politische Lage, Exportentwicklung. Beispiel: Bei erwarteter Zinssenkung in den USA und stabilen Zinsen in Japan könnte man auf Yen-Long gehen.

2. Handelsstrategie: Legen Sie Ein- und Ausstiegspunkte, Stop-Loss und Take-Profit fest, angepasst an Ihre Risikobereitschaft und Marktlage.

3. Emotionen kontrollieren: Vermeiden Sie impulsives Handeln bei Kursschwankungen. Kontinuierliches Lernen und Erfahrung sammeln ist essenziell.

4. Zuverlässige Plattform wählen: Nutzen Sie sichere, kostengünstige, funktionale und schnelle Handelsplattformen. Vergleichen Sie Anbieter sorgfältig.

Praktische Tipps und Risikohinweise

  • Nur bekannte Währungen handeln: Konzentrieren Sie sich auf liquide Hauptwährungen (USD, EUR, JPY, etc.).
  • Marktbeobachtung: Verfolgen Sie regelmäßig Wirtschaftsnachrichten (z.B. CNBC, Bloomberg, Yahoo Finance).
  • Diversifikation: Streuen Sie Ihr Portfolio, z.B. durch Kombination von USD-Festgeld und AUD-Fonds.
  • Stop-Loss und Take-Profit: Setzen Sie bei Margin-Trades klare Grenzen, um Verluste zu begrenzen.
  • Timing: Warten Sie auf klare Trendbestätigungen, z.B. durch Trendlinien oder Zeitrahmen (5 Minuten, 30 Minuten, 1 Stunde), bevor Sie einsteigen.

Abschließend gilt: Ohne praktische Übung bleibt alles nur Theorie. Nutzen Sie Demokonten, um Strategien zu testen und Risiken zu kontrollieren, bevor Sie echtes Kapital investieren.

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