Der Kapitalfluss bei Krypto-Asset-ETFs beschleunigt sich, während die Kaufkraft für Bitcoin wächst und Ethereum sich schwer tut – Licht und Schatten im Vergleich

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Der Kryptowährungs-ETF-Markt Mitte Januar befindet sich in einer bedeutenden Umbruchsphase. Während Kapitalflüsse in physische Bitcoin- und Ethereum-ETFs, vor allem in den USA, anhalten, wird eine Diskrepanz zwischen der optimistischen Marktstimmung und den tatsächlichen Kursbewegungen deutlich, was bei Investoren zu vorsichtigen Stimmen führt.

Physischer Bitcoin-ETF mit 14,16 Milliarden Dollar Nettozufluss wird zum Kern der Marktliquidität

Der US-amerikanische physische Bitcoin-ETF verzeichnete in den letzten vier Handelstagen einen Nettozufluss von 14,16 Milliarden Dollar, wodurch das Gesamtvermögen auf 124,56 Milliarden Dollar anstieg. Dieses Volumen ist ein bedeutender Indikator dafür, dass Kryptowährungs-ETFs zunehmend als Standardanlageoption für institutionelle Investoren etabliert werden.

Der Großteil des Zuflusses konzentriert sich auf drei Fonds: BlackRocks IBIT (103,4 Milliarden Dollar), Fidelitys FBTC (19,4 Milliarden Dollar) und Invescos BITB (79,6 Millionen Dollar), insgesamt über 130 Milliarden Dollar. Laut Datenquelle Farside Investors sind insgesamt neun Fonds im Nettozufluss, was bestätigt, dass das Kapital im Markt unzweideutig in Richtung physischer Bitcoin-ETFs fließt.

Seit Jahresbeginn bis Mitte Januar beläuft sich der kumulierte Nettozufluss auf etwa 15 Milliarden Dollar. Bloomberg-ETF-Analyst Eric Balchunas kommentiert: „Das Tempo des Zuflusses von 10 Milliarden Dollar allein in der vergangenen Woche ist ein Beweis dafür, dass der Kaufdruck den Verkaufsdruck im Markt stetig auflöst.“

Ethereum-Physischer ETF mit 4,79 Milliarden Dollar Zufluss – doch die Dynamik bleibt hinter Bitcoin zurück

Der US-amerikanische Ethereum-Physische-ETF-Markt verzeichnete in den letzten fünf Handelstagen einen Nettozufluss von 4,79 Milliarden Dollar, wodurch das Vermögen auf 20,42 Milliarden Dollar anstieg. Allerdings zeigt die vergleichsweise geringe Zuflussgröße im Verhältnis zu Bitcoin, dass die Nachfrage der Investoren deutlich schwächer ist.

Der Großteil des Zuflusses entfällt auf Grayscales ETHE (21,9 Milliarden Dollar), wobei sieben Ethereum-Physische-ETFs im Nettozufluss sind. Daten von Farside Investors deuten darauf hin, dass auf Einzeltitel-Ebene weiterhin Käufe stattfinden, jedoch im Vergleich zu Bitcoin die Konzentration institutioneller Gelder geringer ist.

Die implizite Volatilität liegt bei 42,60 %, was relativ hoch ist. Das Verhältnis von Kauf- zu Verkaufsoptionen im Ethereum-Physische-ETF-Markt beträgt 2,89:1, was auf eine kurzfristige Volatilitätsminderung und eine eher optimistische Marktstimmung hindeutet.

Stagnation am Hongkonger Markt und Chainlink-Neuaufnahme als Diversifizierungsversuch

Der Hongkonger Bitcoin-Physische-ETF-Markt verzeichnet keine Kapitalzuflüsse, das Vermögen bleibt bei 3,64 Millionen Dollar. Gleichzeitig ist die Bitcoin-Bestandsmenge des Jiahui-Fonds auf 290,85 Stück gesunken, während Huaxia Fund weiterhin 2.390 Stück hält. Der Hongkonger Ethereum-Physische-ETF ist ebenfalls klein, mit einem Vermögen von 106 Millionen Dollar.

Andererseits wurde der Bitwise Chainlink ETF (CLNK) offiziell an der NYSE gelistet, wodurch das US-amerikanische Chainlink-Physische-ETF-Produkt auf zwei Produkte erweitert wurde. Der Nettozufluss am ersten Handelstag betrug 2,59 Millionen Dollar, das Handelsvolumen lag bei 3,24 Millionen Dollar, das Vermögen bei 5,18 Millionen Dollar. Zusammen mit dem Chainlink Trust ETF von Grayscale beläuft sich das Gesamtvermögen der Chainlink-Physische-ETFs auf 95,87 Millionen Dollar, mit kumuliertem Nettozufluss von 66,38 Millionen Dollar – ein Zeichen für die wachsende Nachfrage nach neuen Kryptowährungs-ETFs.

Gleichzeitig kündigte Defiance die Schließung und Abwicklung mehrerer Leveraged-Long- und Yield-ETFs (ETHI, PLT, HOOI, SMCC, AMDU, HIMY, TRIL, LLYZ) an, was auf eine Marktbereinigung im Hochrisikobereich hindeutet.

Unsicherheiten bei SEC-Regulierungen verstärken die Vorsicht der Marktteilnehmer

Die US-amerikanische Securities and Exchange Commission (SEC) hat die Frist für die Prüfung der Anträge für den Canary Pudgy Penguins (PENGU) ETF an der Cboe BZX sowie für den T. Rowe Price Active Crypto ETF an der NYSE Arca um bis zu 45 Tage verlängert. Dies deutet auf eine weiterhin volatile regulatorische Umgebung für Kryptowährungs-ETFs hin.

Zudem führte eine politische Entwicklung, nämlich die Einleitung einer strafrechtlichen Untersuchung gegen Federal-Reserve-Chefin Powell, kurzfristig zu einem Anstieg des Bitcoin-Preises auf über 92.000 Dollar. Der anschließende Anstieg blieb jedoch begrenzt.

Divergenz zwischen Kursentwicklung und Kapitalzuflüssen spiegelt die Zweiteilung des Marktes wider

Interessanterweise verzeichnete der physische Bitcoin-ETF in den letzten vier Handelstagen insgesamt einen Nettoabfluss von 13,8 Milliarden Dollar, was die Komplexität der aktuellen Bewegungen unterstreicht. Der Bitcoin-Futures-Preismarkt zeigt eine neutrale, leicht bärische Lage mit einem Jahresprämienniveau von etwa 5 %, was auf keinen echten Bullenmarkt hindeutet. In der Regel steigen Futures-Prämien in Bullenmärkten über 10 %, sodass die aktuelle Stimmung eher gedämpft ist.

Trotz eines Kaufs von rund 12,5 Milliarden Dollar durch Strategy in den letzten Monat konnte der Bitcoin-Preis die Marke von 94.000 Dollar nicht klar überwinden. Dies spiegelt die Kluft zwischen der Kraft auf der Angebotsseite und der vorsichtigen Nachfrage wider.

Matt Hougan, Chief Investment Officer bei Bitwise, weist darauf hin: „Bitcoin könnte den Weg von Gold bis 2025 nachzeichnen. Wenn ETFs weiterhin das gesamte neue Angebot aufnehmen, könnte ein Szenario eintreten, in dem die Nachfrage der Zentralbanken, ähnlich wie bei Gold, im Jahr 2025 um 65 % steigt.“ Er betont, dass langfristige ETF-Zuflüsse entscheidend sein werden.

Strukturelle Bedeutung und Herausforderungen des Kryptowährungs-ETF-Marktes

Der zunehmende Zufluss in Kryptowährungs-ETFs ist vor allem darauf zurückzuführen, dass institutionelle Investoren ihre Hemmungen, Kryptowährungen in ihre Portfolios aufzunehmen, abbauen. Gleichzeitig zeigt die schwächere Korrelation zwischen ETF-Zuflüssen und Kurssteigerungen, dass Marktteilnehmer vorsichtiger bei der Bewertung der Vermögenswerte werden.

Ein wichtiger Hinweis aus dem Vergleich von Gold und Bitcoin ist, dass auch Vermögenswerte, die durch Zentralbankkäufe gestützt werden, verzögert auf Preisbewegungen reagieren. Seit der Einführung des Bitcoin-Physische-ETFs im Januar 2024 hat die Nachfrage kontinuierlich über 100 % des neuen Angebots aufgenommen. Die Nachhaltigkeit dieser Nachfrage wird eine entscheidende Variable für die langfristige Marktrichtung sein.

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