Kritischer Test für Bitcoin steht bevor: Verkaufsdruck nimmt trotz Unterstützungsversuchen zu

Bitcoin hält sich weiterhin in der Nähe von 81.000 USD, doch die ruhige Oberfläche verbirgt eine tiefgreifende Kontroverse zwischen Käufern und Verkäufern. Die aktuellen Daten zeigen einen Rückgang von 8,98 % im Wochenverlauf, was kein gewöhnliches Korrekturmuster ist, sondern auf eine Verschiebung im Kräfteverhältnis hinweist. Die eigentliche Gefahr liegt nicht in dem, was Investoren auf dem Chart sehen, sondern im angesammelten Druck unter der Oberfläche.

Kerzen- und Keil-Warnungen

Die täglichen Bitcoin-Charts zeigen ein Kerzenmuster, das einem Doji ähnelt. Diese dünnen Körper und langen Dochte spiegeln Unsicherheit wider, nicht Gleichgewicht. Verkäufer drücken von unten, Käufer greifen spät ein, und niemand hat die vollständige Kontrolle. Dieses Verhalten wiederholt sich am Unterstützungsniveau des aufsteigenden Keils, einem gefährlichen geometrischen Muster, das durch eine allmähliche Anhebung des Minimums bei gleichzeitiger Druck auf den Kurs von oben gekennzeichnet ist.

Der aufsteigende Keil neigt sich theoretisch nach oben, verengt aber allmählich den Kursraum. Wenn die Unterstützung in diesem Muster bricht, kommt es meist zu einem starken Abverkauf. Die berechneten Abwärtsprognosen deuten auf eine zusätzliche Abwärtsbewegung von etwa 13 % hin, was Bitcoin auf etwa 77.300 USD führen könnte.

Gleitender Durchschnitt: Warnsignal

Der Verlust des 20-Tage-Exponentiellen Gleitenden Durchschnitts (EMA) am 20. Januar markierte einen wichtigen Wendepunkt. Dieser Indikator gewichtet die jüngsten Preise stärker, macht ihn empfindlich für kurzfristige Veränderungen. Beim letzten Mal, als Bitcoin unter diesen Durchschnitt fiel, am 12. Dezember, sank der Kurs um ca. 8 %. Dieses Mal verzögerte sich der Rückgang auf nur ca. 5 %, bevor sich die aktuelle Stabilisierung einstellte. Die Doji-ähnlichen Kerzen deuten jedoch darauf hin, dass Käufer versuchen, den Fall zu verzögern, nicht umzukehren.

Um das Aufwärtsmomentum zurückzugewinnen, muss Bitcoin einen Tagesabschluss über 91.000 USD erzielen, was eine Bewegung von etwa 1,79 % bedeutet. Dies würde den unmittelbaren Druck nach unten verringern und auf eine Rückeroberung der Kontrolle durch die Käufer hindeuten. Das Risiko ist näher als die aktuelle Chance.

Unerwartete Schwäche der Langzeit-Halter

Chain-Daten zeigen, dass die Langzeit-Halter, die Bitcoin 155 Tage oder länger halten, weiterhin netto kaufen, aber ihre Kaufgeschwindigkeit deutlich abnimmt. Am 19. Januar kauften diese Halter etwa 22.618 BTC. Bis zum 23. Januar sank der tägliche Netto-Kauf auf 17.109 BTC, ein Rückgang um 24 % innerhalb weniger Tage.

Dieses schrittweise Nachlassen der Kaufkraft erklärt, warum Bitcoin noch nicht zusammengebrochen ist, zeigt aber auch eine zunehmende Schwäche im Support. Der Support ist vorhanden, ja, aber er nimmt regelmäßig ab.

Miner erhöhen Verkaufsdruck

Der eigentliche Druck kommt von einer weniger bekannten Seite: Bitcoin-Miner. Ihr Verhalten hat sich entscheidend gewandelt. Am 9. Januar reduzierten sie ihre Bestände um ca. 335 BTC, doch bis zum 23. Januar stieg dieser Wert auf 2.826 BTC, eine Verachtfachung des Verkaufsdrucks innerhalb von nur zwei Wochen.

Der Grund ist offensichtlich, wenn man die Netzwerk-Gebühren betrachtet. Die monatlichen Gebühren für Bitcoin sind stark gefallen. Im Mai 2025 erhielten Miner etwa 194 BTC an Gebühren. Bis Januar 2026 sank dieser Wert auf 59 BTC, ein Rückgang von ca. 70 %. Weniger Gebühren drücken die Gewinne der Miner, was sie dazu veranlasst, mehr Bitcoin zu verkaufen, um Betriebskosten zu decken.

Verhalten der Wale deutet auf frühe Verteilung hin

Das Verhalten der Wale, der großen Inhaber, ändert sich ebenfalls. Die Anzahl der Wale-Addresses stieg stabil von 9. Januar bis 22. Januar, begann dann aber zu fallen. Das deutet auf eine frühe Verteilung hin, nicht auf eine aggressive Liquidation, fügt aber zusätzlichen Druck über den bereits bestehenden Miner-Druck.

Kritische Niveaus, die beobachtet werden müssen

Der Markt befindet sich jetzt an einem Scheideweg zwischen zwei Szenarien. Erstens, wenn Bitcoin über 91.000 USD schließt, könnte das Aufwärtsmomentum wieder einsetzen und den unmittelbaren Druck verringern. Zweitens, bei einem Fall unter 88.500 USD kehrt es zum aufsteigenden Keil-Support zurück, und an diesem Punkt könnten die Abwärtsziele schnell beschleunigen.

Wichtige Levels sind zunächst 84.300 USD, gefolgt von den Erwartungen des aufsteigenden Keils bei etwa 77.300 USD. Wenn die Schwäche der Langzeit-Halter zusammen mit anhaltendem Miner-Verkauf anhält, sind diese Levels unausweichlich zu testen.

Was jetzt passiert, ist kein gewöhnliches Hin und Her zwischen Bullen und Bären. Es ist ein Wettlauf gegen die Zeit, bei dem Käufer versuchen, den größeren Abwärtstrend zu verzögern, während der Verkaufsdruck von mehreren Fronten wächst.

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