Won-gestützte Stablecoin-Projekte gewinnen in Südkorea zunehmend an Bedeutung, nachdem die regulatorische Unterstützung sich verbessert hat. Schließlich bieten sie dem Land einen doppelten Vorteil: die Beschleunigung der digitalen Vermögenswerte und die Stärkung der Nachfrage nach der heimischen Währung.
Comtus Holdings (ehemals Gamevil), ein börsennotiertes Unternehmen mit Fokus auf Blockchain- und Mobile-Technologien, hat die zunehmende Integration von Won-Stablecoins im Finanzsektor bemerkt. Daher schlug das Unternehmen während der ersten Generalversammlung der Open Blockchain & DID Association vor, eine Möglichkeit zur Standardisierung ihrer Transferwege zu schaffen.
Laut der lokalen Website Digital Today ist Comtus ein neues Mitglied der Blockchain-Organisation. Jong-cheol Jang, Geschäftsführer bei Comtus Holdings, sagte den Teilnehmern, dass die Standardisierung des Übertragungsnetzwerks für Won-Stablecoins die Akzeptanz beschleunigen würde. Er forderte die Gruppe auf, gemeinsam einen Proof-of-Concept für die Initiative zu entwickeln.
Jang betonte, dass die Infrastruktur bereit sein sollte, in Institutionen integriert zu werden. Dabei müsse sie den höchsten regulatorischen Anforderungen entsprechen, einschließlich Fokus auf Nutzerschutz, Datenschutz, Anti-Geldwäsche (AML) und mehr.
„Damit Blockchain-Technologie in die institutionelle Finanzwelt integriert werden kann, sind regulatorische Konformität und Systemstabilität unerlässlich“, sagte Jang. „Zukünftig werde ich dazu beitragen, einen zuverlässigen Standard für Won-Stablecoin-Transfernetzwerke auf Basis einer Sovereign Chain zu schaffen, die sich an die inländische Regulierung anpasst, in Zusammenarbeit mit den Mitgliedsunternehmen der Vereinigung.“
Der Vorschlag von Comtus folgt unmittelbar auf die laufenden Beratungen zum Stablecoin-Gesetz des Landes. Die Korea Times berichtete, dass die Financial Services Commission (FSC), die südkoreanische Finanzaufsichtsbehörde, letzte Woche ein Treffen mit dem öffentlichen-privaten Virtual Asset Committee abgehalten hat, um die Bestimmungen des vorgeschlagenen Digital Asset Basic Act zu klären. Die regierende Demokratische Partei Koreas (DPK) plant, den Gesetzentwurf Anfang dieses Monats abzuschließen.
Der vorgeschlagene Gesetzentwurf sieht eine inklusivere Beteiligung traditioneller Finanzakteure vor, indem Banken verpflichtet werden, mindestens eine Mehrheitsbeteiligung von 51 % an lokalen Stablecoin-Ausgaben zu halten. Er dient als Schutzmaßnahme gegen ausländische Akteure wie Tether und USDC, die eine bedeutende Kontrolle über den heimischen Markt erlangen könnten. Die Maßnahme stellt sicher, dass won-gestützte Stablecoins denselben aufsichtsrechtlichen Standards und Kapitalreserven unterliegen wie traditionelle Bankeinlagen.