Am 10. März wurden auf der Blockchain-Datenplattform Arkham Intelligence weitere Hinweise darauf gefunden, dass Bhutan seine staatlichen Bitcoin-Reserven kontinuierlich reduziert. Demnach hat die königliche Regierung kürzlich erneut 175 Bitcoin im Wert von etwa 11,85 Millionen US-Dollar an eine feste bc1q-Wallet-Adresse transferiert. Diese Adresse hatte im Februar bereits 184 BTC empfangen, was auf eine stabile außerbörsliche Handelsaktivität oder eine Verwaltung der Staatskasse hindeutet.
Die Transaktion wurde von der staatlichen Investmentgesellschaft Druk Holding and Investments durchgeführt, die für das Management der nationalen Bitcoin-Mining-Aktivitäten verantwortlich ist. Die On-Chain-Daten zeigen, dass im Februar 2026 insgesamt vier bedeutende Kapitalabflüsse verzeichnet wurden, darunter eine Überweisung von 184 BTC, eine Einzahlung von etwa 200 BTC auf das institutionelle Deposit-Konto von QCP Capital sowie eine Überweisung von rund 1,5 Millionen US-Dollar in Tether an einen Liquiditätswallet.
Die Statistiken belegen, dass allein im Februar die Abflüsse rund 30,7 Millionen US-Dollar betrugen. Mit der jüngsten Überweisung von 11,85 Millionen US-Dollar in dieser Woche summiert sich der Bitcoin-Abfluss im Jahr 2026 auf fast 42,5 Millionen US-Dollar. Bemerkenswert ist, dass innerhalb eines Monats zweimal Bitcoin an Handelskonten transferiert wurden, was darauf hindeutet, dass diese Vorgänge wahrscheinlich strukturierte außerbörsliche Transaktionen oder eine Reallokation der Staatsvermögen darstellen, anstatt lediglich interne Transfers zwischen Cold Wallets.
Auch die Veränderungen im On-Chain-Guthaben spiegeln einen größeren Trend wider. Demnach hatte Bhutan Ende 2024 etwa 13.000 Bitcoin angesammelt, hauptsächlich durch die Nutzung der reichlichen Wasserkraft des Landes für nationales Mining. Bis heute ist die Reserve jedoch auf etwa 5.400 BTC gefallen, was einem Rückgang von rund 58 % vom Höchststand entspricht.
Gleichzeitig ist der Bitcoin-Preis deutlich gefallen, von einem Höchststand von etwa 119.000 US-Dollar im Jahr 2024 auf derzeit rund 69.000 US-Dollar. Dies hat den US-Dollar-Wert der Bitcoin-Reserven des Landes doppelt reduziert. Die ehemals über 1,5 Milliarden US-Dollar wertige nationale Krypto-Asset-Bestände sind heute nur noch etwa 374 Millionen US-Dollar wert.
Es ist zudem bemerkenswert, dass die Regierung Bhutans Ende 2025 angekündigt hat, bis zu 10.000 Bitcoin in das Projekt „Gelephu Mindfulness City“ zu investieren. Ziel ist es, digitale Vermögenswerte in das Finanzreserven-System zu integrieren und die Entwicklung der digitalen Wirtschaft voranzutreiben.
Da die Bitcoin-Bestände Bhutans hauptsächlich aus kostengünstigem Wasserkraft-Mining stammen und sich von den durch den Markt erworbenen Anlagen unterscheiden, entstehen beim Verkauf dieser Vermögenswerte kaum Kosten. Daher gehen Marktbeobachter allgemein davon aus, dass diese Transaktionen eher Teil einer geplanten staatlichen Finanzverwaltung oder Projektfinanzierung sind, anstatt eines passiven Verkaufs. (CoinDesk)