WLFI Governance-Vorschlag: 180 Tage Einsatz für Stimmrechte, kleine Nutzer stehen vor Liquiditätsproblemen

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WLFI verlangt, dass Tokens für 180 Tage gestaked werden, um Stimmrechte zu erhalten

Die mit der Familie Trump verbundenen DeFi-Projekte der Weltfreie Finanzgesellschaft (WLFI) treiben derzeit einen Governance-Vorschlag voran, der von Investoren, die ungesperrte Tokens halten, verlangt, diese mindestens 180 Tage zu staken, wenn sie ihre Stimmrechte behalten möchten. Dafür sollen sie eine jährliche Rendite von 2 % erhalten. Die Abstimmung begann am 5. März und endet am 13. März. Bis zum Wochenende unterstützten über 99 % der teilnehmenden Stimmen den Vorschlag, jedoch machen die tatsächlich abgegebenen Tokens nur etwa 1 % des Gesamtangebots aus.

Kernpunkte des Governance-Vorschlags: Zwanghafte Abwägung zwischen Stimmrechten und Liquidität

WLFI-Governance-Vorschlag
(Quelle: WLFI)

Die aktuelle Token-Verteilung bei WLFI stellt Investoren vor eine konkrete Herausforderung:

80 % der Tokens sind gesperrt: Es gibt keinen festgelegten Entsperrzeitplan, sie sind illiquide und unterliegen derzeit keinen direkten Regelungen dieses Vorschlags.

20 % sind frei handelbar: Dies ist derzeit die einzige liquide Position der Investoren und der Gegenstand, den der Vorschlag regulieren möchte.

Zwanghafte Abwägung: Möchten Investoren ihre Stimmrechte behalten, müssen sie diese 20 % der flüssigen Tokens für 180 Tage staken; entscheiden sie sich für Flexibilität, verlieren sie ihre Stimmrechte.

Diese Governance-Entscheidungen betreffen auch, wann die gesperrten 80 % freigegeben werden. Das bedeutet, wenn Investoren bei der Entscheidung, wann sie ihre Assets entsperren, Mitspracherecht haben wollen, müssen sie aktiv auf die einzige verfügbare Liquidität verzichten. WLFI hat zwischen Oktober 2024 und März 2025 über 550 Millionen US-Dollar eingesammelt, frühe Investoren zahlten pro Token zwischen 0,05 und 0,15 USD; der aktuelle Handelspreis liegt bei etwa 0,099 USD, was seit Beginn des Handels mit einigen Tokens um mehr als 50 % gefallen ist.

Kontroverse um die zweistufige Governance-Struktur: Privilegien für Großinvestoren und Transparenzzweifel

Im Vorschlag gibt es eine spezielle Klausel: Investoren, die mindestens 50 Millionen WLFI-Token halten, können direkt mit dem Projektteam Verhandlungen führen. Kritiker sehen darin eine zweistufige Governance-Struktur, die Großinvestoren Vorteile verschafft und für Kleinanleger eher nachteilig ist.

Lex Sokolin, Managing Partner bei Generative Ventures, äußerte direkt Bedenken hinsichtlich der Transparenz: „Dass das Projekt keinen Entsperrzeitplan angibt, ist ungewöhnlich; diese Zahlen sind normalerweise bei Token-Emissionen bereits festgelegt. Das ist einer der wichtigsten Punkte, bei denen Transparenz gewahrt werden sollte.“

Morten Christensen, Token-Inhaber und Betreiber von AirdropAlert, kündigte an, gegen den Vorschlag zu stimmen. Er sagte: „Bei WLFI investieren die Anleger völlig blind.“ Er wies außerdem darauf hin, dass das Staking oft dazu führt, dass Teilnehmer gleichzeitig Tokens kaufen, was kontinuierlich Verkaufsdruck erzeugt.

Andrei Grachev, Managing Partner bei DWF Labs, bestätigte, dass das Unternehmen im vergangenen Jahr Tokens im Wert von 25 Millionen USD gekauft hat und derzeit hält, aber keine weiteren Investitionen plant, solange die Tokens keine Liquidität haben: „Diese Tokens sind gesperrt. Bevor sie Liquidität erhalten, planen wir keine weiteren Investitionen.“

Langfristige Visionen der Projektinitiatoren und das Vertrauensdefizit bei Investoren

Am 5. März verteidigten die Projektverantwortlichen den Vorschlag und sagten, dass Governance-Entscheidungen von Teilnehmern getroffen werden sollten, die langfristig mit der Ecosystem-Entwicklung übereinstimmen, im Gegensatz zu kurzfristigen Tradern. Einige Unterstützer betonen, dass WLFI eine ambitionierte langfristige Planung verfolgt: Das Projekt plant, eine US-Nationalbanklizenz zu beantragen, eine Cross-Chain-Infrastruktur aufzubauen und eine Echtzeit-Kreditmarktplattform zu starten.

Ob diese langfristigen Visionen das durch das Fehlen eines klaren Entsperrzeitplans entstandene Vertrauensdefizit ausgleichen können, bleibt jedoch abzuwarten. Ursprünglich sollte bis zum 12. März ein Entsperrplan veröffentlicht werden; dieses Datum gilt als entscheidender Meilenstein für die weitere Entwicklung nach der Governance-Entscheidung.

Häufig gestellte Fragen

Was fordert der WLFI-Governance-Vorschlag konkret von Investoren?
Er verlangt, dass Investoren, die ungesperrte WLFI-Token halten und ihre Stimmrechte behalten wollen, diese mindestens 180 Tage staken, um eine jährliche Rendite von 2 % zu erhalten (berechnet in WLFI). Wer nicht stakt, verliert seine Stimmrechte. Die frei handelbaren Tokens machen nur 20 % des Gesamtbestands aus und sind die einzige liquide Asset-Position der Investoren.

Warum wird die fehlende Entsperrungsterminplanung bei WLFI kritisiert?
Lex Sokolin von Generative Ventures erklärte, dass Token-Projekte normalerweise bei der Emission einen vollständigen Entsperrplan bekanntgeben, da dies eine zentrale Information für Investoren ist, um Liquiditätsrisiken zu bewerten. WLFI hat bisher keinen Plan für die Freigabe der 80 % gesperrten Tokens veröffentlicht, was Investoren in der Ungewissheit lässt, wie sie ihre Ausstiegsrisiken einschätzen sollen. Kritiker sehen darin eine gravierende Transparenzlücke.

Wie hoch ist die Beteiligungsrate bei der Abstimmung zum Governance-Vorschlag und welche Repräsentativität besteht?
Obwohl über 99 % der abgegebenen Stimmen den Vorschlag unterstützen, machen die tatsächlich abgegebenen Tokens nur etwa 1 % des Gesamtangebots von rund 10 Milliarden Tokens aus. Das deutet auf eine extrem niedrige Beteiligung hin, sodass die Unterstützung eher die Meinung einer kleinen, aktiven Gruppe widerspiegelt und nicht die breite Zustimmung aller Token-Inhaber.

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