Prediction Market Plattformen Kalshi und Polymarket erwägen neue Finanzierungsrunden, die ihre Bewertungen auf rund 20 Milliarden US-Dollar erhöhen könnten. Das Interesse an Prediction Markets hat sowohl im traditionellen Finanzwesen als auch in der Krypto-Branche schnell zugenommen, was mehr Investoren in den Sektor lockt.
Einige Experten glauben jedoch, dass diese steigenden Bewertungen zu schnell steigen könnten und eher den Hype widerspiegeln als eine langfristige Markstabilität.
Der Krypto-Investor Simon Dedic äußerte öffentlich auf X Bedenken. Er fragte, ob wiederholte Bewertungsanstiege echtes Wachstum oder spekulativen Hype widerspiegeln. Er schrieb: „Sowohl Kalshi als auch Polymarket sammeln neue Runden bei Bewertungen von 20 Milliarden US-Dollar. Das wird nicht gut enden.“ Seine Kommentare lösten eine erneute Debatte über die Nachhaltigkeit in der schnell wachsenden Prediction Market Branche aus.
Beide Unternehmen haben Berichten zufolge erste Gespräche mit ihren Investoren über diese neuen Kapitalerhöhungen geführt. Laut The Wall Street Journal basierten diese Gespräche auf Informationen von Personen, die über die Verhandlungen informiert waren.
Kalshi expandiert weiterhin schnell im US-amerikanischen Prediction Market Sektor. Die Plattform ermöglicht es Nutzern, auf Ergebnisse im Zusammenhang mit Politik, Sport, Wirtschaftsindikatoren und kulturellen Ereignissen zu wetten.
Zudem gewann Kalshi frühzeitig regulatorische Glaubwürdigkeit. Die US Commodity Futures Trading Commission genehmigte das Unternehmen 2020 als regulierten Event-Contracts-Austausch. Dadurch hat Kalshi einen starken Compliance-Vorteil gegenüber vielen Wettbewerbern.
Investoren zeigen bereits großes Vertrauen in das Wachstumspotenzial der Plattform. Im Dezember sammelte Kalshi 1 Milliarde US-Dollar von Investoren wie Paradigm und Sequoia Capital. Diese Finanzierungsrunde bewertete das Unternehmen bei etwa 11 Milliarden US-Dollar.
Außerdem verzeichnet das Unternehmen jetzt ein erhebliches Umsatzwachstum. Einige Schätzungen gehen davon aus, dass Kalshis Umsatzlaufzeit über 1 Milliarde US-Dollar jährlich liegt. Andere Prognosen deuten auf bis zu 1,5 Milliarden US-Dollar hin. Daher bleibt die starke finanzielle Performance ein Anziehungspunkt für institutionelle Investoren.
Polymarket wächst ebenfalls weiterhin in der globalen Krypto-Szene. Shayne Coplan, der Gründer von Polymarket, startete 2020 seinen blockchain-basierten Prediction Market. Amerikaner müssen jedoch ein VPN nutzen, um darauf zuzugreifen.
Das Unternehmen plant, später in diesem Jahr eine regulierte Plattform in den USA einzuführen. Zudem investiert Intercontinental Exchange, die Muttergesellschaft der New York Stock Exchange, bis zu 2 Milliarden US-Dollar. Dieses Geschäft bewertete Polymarket im Oktober letzten Jahres bei etwa 9 Milliarden US-Dollar.
Regulierungsbehörden nehmen Prediction Markets ebenfalls genauer unter die Lupe. Gesetzgeber haben Gesetzesentwürfe zur Regulierung von eventbasierten Wettplattformen ausgearbeitet. Grund dafür sind verdächtige Trades während geopolitischer Ereignisse.
Senator Chris Murphy äußerte ernsthafte Insider-Handelsbedenken. Er behauptete, einige Händler könnten vorab Wissen über Angriffe auf Iran genutzt haben. Berichte deuten darauf hin, dass mehrere Polymarket-Konten etwa 1 Million US-Dollar mit diesen Wetten verdient haben.
Zusätzlich schürten weitere Fälle Kontroversen. Einige Händler erzielten 1,2 Millionen US-Dollar mit Wetten im Zusammenhang mit einer DeFi-Untersuchung, bevor ZachXBT Ergebnisse veröffentlichte. Ein anderes Konto soll 400.000 US-Dollar beim Wetten auf die Festnahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro gewonnen haben.