Illegale Krypto-Transaktionen stiegen im Jahr 2025 auf Rekordniveau, doch die digitale Vermögenswirtschaft expandiert weiterhin, da die legale Akzeptanz weltweit beschleunigt. Dies unterstreicht ein schnell wachsendes Blockchain-Ökosystem, das noch immer überwiegend innerhalb legaler Aktivitäten operiert.
Trotz des Anstiegs illegaler Aktivitäten setzt sich das breitere Kryptowährungs-Ökosystem weiterhin rasch aus, da die Akzeptanz in den globalen Märkten zunimmt. Das Blockchain-Analyseunternehmen Chainalysis veröffentlichte am 5. März seinen Crypto Crime Report 2026, der Rekordvolumina illegaler Transaktionen neben weiterem Wachstum bei legitimer Krypto-Nutzung aufzeigt.
Der Bericht beschreibt den deutlichen Anstieg illegaler Kryptowährungsflüsse im vergangenen Jahr und stellt fest:
„Laut unseren Daten erhielten illegale Kryptowährungsadressen im Jahr 2025 mindestens 154 Milliarden US-Dollar. Das entspricht einem Anstieg von 162 % im Vergleich zum Vorjahr (YoY), hauptsächlich getrieben durch einen dramatischen Anstieg um 694 % bei den von Sanktionen betroffenen Entitäten.“
Die Analyse betont, dass die Schätzung eine Untergrenze darstellt, basierend auf Adressen, die derzeit als illegal identifiziert sind. Forscher weisen auch darauf hin, dass sanktionierte Entitäten, einschließlich solcher im Zusammenhang mit geopolitischen Konflikten und staatlich unterstützten Finanznetzwerken, erheblich zum Anstieg der Aktivitäten beigetragen haben.
Trotz des Wachstums im illegalen Wert unterstreicht die Studie, dass das breitere Krypto-Ökosystem überwiegend legitim bleibt. Forscher klären, dass illegale Aktivitäten nur einen kleinen Bruchteil der gesamten Blockchain-Nutzung ausmachen. Der Bericht erklärt:
„Diese illegalen Volumina werden noch immer von der breiteren Krypto-Wirtschaft übertroffen, die größtenteils aus legitimen Transaktionsvolumina besteht. Unser Schätzung des illegalen Anteils am gesamten attribuierten Krypto-Transaktionsvolumen stieg leicht im Vergleich zu 2024, liegt aber weiterhin unter 1 %.“
Der Bericht identifiziert auch eine strukturelle Veränderung bei den Arten digitaler Vermögenswerte, die für kriminelle Aktivitäten genutzt werden. „In den letzten Jahren haben Stablecoins die Landschaft illegaler Transaktionen dominiert und machen jetzt 84 % des gesamten illegalen Transaktionsvolumens aus“, heißt es. Analysten führen den Trend auf die Vorteile von Stablecoins zurück, darunter geringere Volatilität, einfache grenzüberschreitende Transfers und hohe Liquidität auf globalen Märkten.
Neben der Dokumentation von Kriminalitätstrends behandelt der Bericht auch die breitere finanzielle Rolle der Blockchain-Infrastruktur. Die Forschung legt nahe, dass digitale Vermögenswerte die wirtschaftliche Erholung und den Zugang zu Finanzdienstleistungen in Regionen mit finanzieller Instabilität oder begrenztem Bankensystem unterstützen könnten.
Forscher betonen, dass die Transparenz der Blockchain weiterhin Ermittlern und Regulierungsbehörden mächtige Werkzeuge an die Hand gibt, um illegale Flüsse nachzuverfolgen, während gleichzeitig legitime Innovationen im Bereich digitaler Vermögenswerte gefördert werden. Abschließend heißt es:
„Wenn diese Werkzeuge mit solider Regulierung und inklusiven politischen Rahmenbedingungen kombiniert werden, könnten Regierungen Krypto nicht nur zur Resilienz, sondern auch für eine breitere finanzielle Inklusion im Rahmen der wirtschaftlichen Erholung nutzen.“
Trotz zunehmender illegaler Flüsse dominiert die legale Krypto-Nutzung weiterhin die gesamte Blockchain-Aktivität.
Chainalysis schätzt, dass illegale Transaktionen noch immer weniger als ein Prozent des gesamten Krypto-Transaktionsvolumens ausmachen.
Stablecoins bieten geringere Volatilität, hohe Liquidität und schnelle grenzüberschreitende Transfers, was sie für illegale Transfers attraktiv macht.
Forscher sagen, dass transparente Blockchain-Infrastruktur die finanzielle Zugänglichkeit erweitern und die wirtschaftliche Erholung mit entsprechender Regulierung fördern könnte.