Am 5. März berichtete die südkoreanische Finanzaufsichtsbehörde, dass sie eine neue Regelung vorantreibt, um den Anteil der Hauptaktionäre an Kryptowährungsbörsen auf maximal 20 % zu begrenzen, um systemische Risiken durch Konzentration des Eigentums zu verringern und die Transparenz der Branche zu erhöhen. Laut der Korea Herald wurde der Vorschlag bereits vorläufig von der regierenden Partei und dem Finanzdienstleistungsausschuss genehmigt, was einen bedeutenden Schritt in der Regulierung digitaler Vermögenswerte in Südkorea darstellt.
Die politischen Entscheidungsträger sind der Ansicht, dass eine hohe Eigentumskonzentration zu erhöhten Betriebs- und Finanzrisiken der Börsen führen kann. Großaktionäre könnten Einfluss auf die Listung von Token, Handelsrichtlinien und strategische Entscheidungen nehmen, was die Marktgerechtigkeit und das Vertrauen der Investoren bedroht. Durch die Begrenzung des Anteilserwerbs hoffen die Regulierungsbehörden, stärkere Kontrollmechanismen zu schaffen, um sicherzustellen, dass kein einzelner Investor die Plattformentscheidungen dominiert.
Wenn die neue Regelung umgesetzt wird, könnten Kryptowährungsbörsen gezwungen sein, ihre Eigentumsstrukturen neu zu organisieren und Anteile an mehr Investoren zu verteilen. Dies würde Chancen für institutionelle Gelder und Risikokapitalfonds eröffnen, in den südkoreanischen Markt einzutreten. Gleichzeitig könnten Gründer und Frühphasen-Investoren einen Teil ihrer strategischen Kontrolle verlieren, doch eine diversifizierte Eigentümerstruktur würde das Governance-System und die Transparenz stärken.
Die Korea Financial Services Commission spielt eine zentrale Rolle bei der Regulierung digitaler Vermögenswerte. In den letzten Jahren hat die Behörde strenge Lizenz- und Anti-Geldwäsche-Anforderungen umgesetzt und von Börsen verlangt, mit Banken zusammenzuarbeiten, um echte Namenskonten zu eröffnen. Der neue Vorschlag erweitert die Aufsicht weiter, indem er die Governance-Strukturen in die Überprüfung einbezieht, um Risiken durch schlechte interne Verwaltung oder Marktmanipulation zu verringern.
Als einer der weltweit aktivsten Kryptowährungsmärkte sind Millionen privater Anleger in Südkorea auf lokale Plattformen angewiesen, um zu handeln. Analysten sind der Meinung, dass eine Obergrenze für den Anteil der Aktionäre das Branchenimage verbessern, das Vertrauen institutioneller Investoren stärken und die Zusammenarbeit zwischen Finanzinstituten und Börsen vertiefen könnte, was die langfristige stabile Entwicklung des digitalen Vermögensmarktes in Südkorea fördert.