Bitcoin über 74.000 US-Dollar, ETF fließen in zwei Tagen 680 Millionen US-Dollar zu. Gleichzeitig stürzt der koreanische Aktienmarkt um 20 %, was auf eine Umschichtung der Privatinvestoren in den Krypto-Markt hindeutet. Experten sind jedoch uneins und warnen vor Bullenfalle.
Bitcoin ($BTC) hat in den frühen Morgenstunden die 74.000-US-Dollar-Marke überschritten. Laut CoinGlass-Daten** wurden in den letzten 24 Stunden weltweit 129.049 Personen bei Futures-Kontrakten im Kryptomarkt liquidiert, die Gesamtsumme der Liquidationen beträgt 594 Millionen US-Dollar.**
Gleichzeitig kehren institutionelle Investoren zurück. SoSoValue-Daten zeigen, dass vom 2. bis 3. März die US-amerikanischen Bitcoin-Spot-ETFs in zwei Tagen insgesamt mehr als 680 Millionen US-Dollar an Zuflüssen verzeichneten.
Bildquelle: SoSoValue
Nic Puckrin, Mitbegründer von Coin Bureau, sagte, dass Bitcoin in jüngster Zeit im Zusammenhang mit den Konflikten zwischen den USA und Iran besser abgeschnitten habe als der Nasdaq, der S&P 500 oder sogar Gold, was ein positives Signal sei.
Die Forschungsfirma K33 weist ebenfalls darauf hin, dass Bitcoin nach sechs Wochen kontinuierlichem Rückgang und fünf Monaten Flaute in den stärksten Wochenüberverkauftzuständen aller Zeiten steckt; Clear Street-Analyst Owen Lau meint, dass der Rückgang des Kryptomarktes um etwa 44 % zwischen dem 10. Oktober letzten Jahres und dem 28. Februar möglicherweise das Ende einer neuen Abwärtsphase markiert. Wenn diese Phase den Krypto-Winter darstellt, sollte man es einfach geschehen lassen.
Der starke Aufschwung von Bitcoin fällt mit heftigen Turbulenzen am koreanischen Aktienmarkt zusammen. Laut einem Bericht von CoinDesk fiel der koreanische Composite Index (Kospi), der hauptsächlich aus Tech-Aktien besteht, in zwei Handelstagen um etwa 20 %, was einen der schnellsten Abstürze in der Geschichte darstellt.
Die geopolitische Spannung hat vorübergehend die Spekulationsblase bei AI-bezogenen Aktien durchbrochen. Zuvor hatten koreanische Privatanleger monatelang aktiv in koreanische Aktien investiert, was den Kospi-Index, der hauptsächlich aus Samsung- und SK Hynix-Aktien besteht, innerhalb von etwa zehn Monaten um fast 180 % steigen ließ.
Bildquelle: Google, Korea Composite Index Kospi, Kursentwicklung der letzten sechs Monate
Korea ist eines der wenigen Länder, in denen Privatanleger sowohl im Aktien- als auch im Kryptomarkt eine bedeutende Rolle spielen. Analysten beobachten seit langem, dass Händler dort oft Kapital zwischen verschiedenen Spekulationsmärkten umschichten, ohne vollständig aus risikoreichen Anlagen auszusteigen.
Im November letzten Jahres beschrieb ein CoinDesk-Artikel die große Umschichtung in Korea, bei der Privatanleger in AI-bezogene Tech-Aktien investierten, was zu einem Rückgang des Handelsvolumens an den heimischen Kryptobörsen führte. Mit der Abkühlung des Aktienmarktes scheinen die Gelder nun wieder in Kryptowährungen zu fließen.
Obwohl das Handelsvolumen im koreanischen Kryptomarkt wieder anzieht, ist es noch nicht so hoch wie in den frühen Phasen des koreanischen Zyklus, die oft von spekulativen Wellen geprägt waren.
Der sogenannte „Kimchi Premium“, der die Differenz zwischen den Preisen an koreanischen Börsen und dem globalen Markt misst, bleibt moderat. Laut CryptoQuant liegt der Kimchi-Index derzeit bei etwa 1 %, deutlich niedriger als während der letzten Erholungsphasen, die von Privatanlegern getrieben wurden.
Allerdings ist die Stimmung der Privatanleger im Vergleich zum Mitte Januar, als der Kimchi-Index kurzzeitig ins Negative fiel, etwas positiver geworden.
Die jüngste Kurssteigerung bei Bitcoin ist umstritten. Einige Händler warnen, dass es sich um eine typische Bullenfalle handeln könnte, bei der ein kurzfristiger Ausbruch Käufer anlockt, der dann wieder nach unten dreht.
Analysten weisen darauf hin, dass die Positionen im Derivatemarkt und das hohe Angebot oberhalb des aktuellen Preises potenzielle Risiken darstellen. Ein Anstieg von Bitcoin auf 72.000 bis 76.000 US-Dollar könnte Verkäufer zum Abverkauf verleiten, was eine nachhaltige Aufwärtstrendbewegung in Frage stellt.
Andererseits vertritt Owen Lau eine andere Ansicht. Er glaubt, dass die jüngsten Entwicklungen auf eine breitere Veränderung in der Kryptoindustrie hindeuten könnten und dass dieser Aufschwung eine Fortsetzung finden könnte.
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