
Die Marktkapitalisierung, meist als Market Cap bezeichnet, ist eine zentrale Kennzahl zur Bestimmung des Umfangs eines Vermögenswerts: Sie ergibt sich durch Multiplikation des aktuellen Preises mit dem zirkulierenden Angebot.
Im Kryptomarkt dient die Marktkapitalisierung als Maßstab für die Größe einzelner Token oder ganzer Sektoren. Das zirkulierende Angebot umfasst alle derzeit handelbaren Token und schließt gesperrte oder noch nicht freigegebene Token aus. Die Marktkapitalisierung ist ein gängiges Instrument zur Rangfolge von Assets, zur Portfolioallokation und zur Risikobewertung, gibt jedoch keinen direkten Aufschluss über Sicherheit oder inneren Wert.
Mit der Marktkapitalisierung lässt sich die Größenordnung eines Assets und dessen potenzielle Volatilität auf einen Blick erfassen, was Vergleiche und die Portfolioaufteilung erleichtert.
Vermögenswerte mit hoher Marktkapitalisierung bieten in der Regel mehr Liquidität und weniger Preisschwankungen und eignen sich daher für konservative Strategien. Small-Cap-Assets reagieren deutlich stärker auf Kapitalzuflüsse oder Nachrichten, was zu größeren Kursbewegungen führen kann – und damit risikofreudige Anleger anzieht. Beispiel: Zwei Token kosten jeweils 1 US-Dollar, aber Token A hat ein zirkulierendes Angebot von 1 Milliarde (Market Cap 1 Milliarde US-Dollar) und Token B 100 Millionen (Market Cap 100 Millionen US-Dollar). Bei gleichem Kapitalzufluss steigt der Preis von Token B tendenziell stärker, da die Marktkapitalisierung geringer ist.
Die Marktkapitalisierung zeigt zudem, ob ein Asset breit gestreut ist. Viele Anleger nutzen die „Top 10“ oder „Top 100“ nach Marktkapitalisierung als Kernbestandteile ihres Portfolios, während Projekte mit kleinerer Marktkapitalisierung als Satellitenpositionen für höhere Risiko-Rendite-Chancen dienen.
Die Marktkapitalisierung schwankt mit Preis und zirkulierendem Angebot; beide Faktoren können kurzfristig die Rangfolge und das Risikoprofil eines Assets verändern.
Preisänderungen wirken sich direkt aus: Steigt der Preis, steigt die Marktkapitalisierung. Das zirkulierende Angebot kann durch Token-Freischaltungen, Cross-Chain-Releases oder durch die Handelbarkeit von Team- und Stiftungstoken steigen; Rückkäufe und Token-Burns verringern das zirkulierende Angebot und somit die Marktkapitalisierung.
Beispiel: Kostet ein Token aktuell 0,80 US-Dollar und beträgt das zirkulierende Angebot 100 Millionen, liegt die Marktkapitalisierung bei 80 Millionen US-Dollar. Werden im nächsten Monat 50 Millionen Token freigeschaltet und handelbar (bei gleichbleibendem Preis), steigt die Marktkapitalisierung auf 120 Millionen US-Dollar. Werden hingegen 10 Millionen Token verbrannt, sinkt die Marktkapitalisierung von 80 Millionen auf 72 Millionen US-Dollar.
Beachten Sie, dass verschiedene Datenplattformen das „zirkulierende Angebot“ unterschiedlich definieren. Dadurch können sich die Marktkapitalisierungswerte desselben Assets leicht unterscheiden.
Die Marktkapitalisierung ist direkt in Börsenrankings, Kapitalbewegungen und Sektortrends sichtbar.
Auf der Spot-Trading-Seite von Gate sortieren Nutzer häufig nach „Market Cap“, um die Größe der Top 10 oder Top 100 Assets schnell zu überblicken und so eine gezielte Auswahl zu treffen. Neu gelistete Small-Cap-Coins sind oft hochvolatil, selbst bei geringen Kapitalflüssen, während Large-Cap-Coins stärker vom Marktumfeld beeinflusst werden.
Im DeFi-Bereich besteht oft ein umgekehrtes Verhältnis zwischen Marktkapitalisierung, Rendite und Risiko. In den Liquiditätspools von Gate bieten Small-Cap-Token meist höhere APYs, gehen aber mit größeren Preisschwankungen und einem erhöhten Risiko von impermanent loss einher. Eine sorgfältige Bewertung ist daher unerlässlich.
Die Marktkapitalisierung von Stablecoins zeigt, ob Kapital on-chain vorhanden ist. Ein steigender Gesamtwert der Stablecoin-Marktkapitalisierung signalisiert meist höhere On-Chain-Kapitalbereitschaft oder Zuflüsse; ein Rückgang kann auf Abflüsse oder Umschichtungen in andere Assets hinweisen.
Setzen Sie die „Marktkapitalisierung“ durch klare Gruppierung und strukturierte Schritte in konkrete Regeln für Handel und Risikosteuerung um:
Schritt 1: Kategorisierung. Gruppieren Sie Assets nach Marktkapitalisierung – groß (z. B. Top 10), mittel (Top 100) und klein (außerhalb der Top 100) – und definieren Sie unterschiedliche Positionsgrößen und Stop-Loss-Regeln.
Schritt 2: Beobachten Sie das Verhältnis des zirkulierenden Angebots. Achten Sie auf das Verhältnis „zirkulierendes Angebot / Gesamtangebot“ und die Freigabepläne. Projekte mit niedrigem Umlaufverhältnis und bevorstehenden großen Freigaben können stärkerem Angebotsdruck und möglichen Kursverlusten ausgesetzt sein.
Schritt 3: Handelsvolumen und Markttiefe prüfen. Auch bei hoher Marktkapitalisierung kann geringes Handelsvolumen oder eine dünne Orderbuch-Tiefe zu starker Volatilität führen. Das Verhältnis „24-Stunden-Handelsvolumen / Marktkapitalisierung“ dient als Indikator für Liquidität; je höher dieses Verhältnis, desto reibungsloser der Handel.
Schritt 4: Positionsgrößen festlegen. Üblich ist, das Engagement in einzelnen Small-Cap-Coins auf maximal 5 %–10 % des Gesamtkapitals zu begrenzen; Large-Cap-Assets können höher gewichtet werden, sollten aber an Volatilität und persönliche Risikoneigung angepasst werden.
Schritt 5: Regelmäßig überprüfen und anpassen. Kontrollieren Sie wöchentlich Veränderungen der Marktkapitalisierung und den Fortschritt bei Freigaben; führen große Freischaltungen bei schwachen Kursen zu einem deutlichen Anstieg des zirkulierenden Angebots, sollten Sie Ihre Position reduzieren oder den Stop-Loss enger setzen.
Das Bild der Marktkapitalisierung ist in diesem Jahr geprägt von stärkerer Konzentration an der Spitze, zunehmender Bedeutung von Stablecoins und schnelleren Sektorrotationen.
Im 3. und 4. Quartal 2025 zeigen führende Datenplattformen (CoinGecko, CoinMarketCap), dass die Top 10 Krypto-Assets etwa 60 %–70 % der gesamten Marktkapitalisierung ausmachen – ein fortschreitender Anstieg der Dominanz der Spitzenwerte gegenüber 2024. Führende Assets bestimmen somit zunehmend die Marktrichtung.
Im vergangenen Jahr schwankte die Marktdominanz von Bitcoin (BTC-Marktkapitalisierung / gesamte Krypto-Marktkapitalisierung) zwischen etwa 50 % und 55 %, stieg in Bullenmärkten und fiel in Phasen der Divergenz. Dieses Verhältnis hilft einzuschätzen, ob der Trend von „Bitcoin-getriebenen“ Bewegungen oder Altcoin-Rotationen geprägt ist.
Die Marktkapitalisierung der Stablecoins wächst auch 2025 weiter; USDT macht über 70 % des Stablecoin-Werts aus und USDC gewinnt im Vergleich zu 2024 an Marktanteil. Das Wachstum der Stablecoins korreliert häufig mit Handelsaktivität und Off-Chain-Kapitalzuflüssen – Quartalsdaten sind ein hilfreicher Indikator für Liquidität.
Zuletzt haben sich sektorale Rotationen beschleunigt – beispielsweise stieg der Marktanteil von Ethereum-Ökosystem-Token während Upgrade-Phasen, gefolgt von Kapitalflüssen in KI-bezogene Token. Die Beobachtung von Quartals- und Monatsveränderungen der Sektormarktanteile hilft, thematische Trends frühzeitig zu erkennen.
Hinweis zur Datenmethodik: Plattformen unterscheiden sich in der Behandlung des zirkulierenden Angebots und von Token-Burns; es empfiehlt sich, offizielle Statistiken aus dem 3. und 4. Quartal 2025 zu nutzen und Datenbereiche führender Anbieter zu vergleichen.
Die Marktkapitalisierung misst „den Wert aktuell handelbarer Token“, während FDV (Fully Diluted Valuation) „den potenziellen Wert bei vollständiger Tokenfreigabe“ darstellt.
Marktkapitalisierung = aktueller Preis × zirkulierendes Angebot; FDV (Fully Diluted Valuation) = aktueller Preis × zukünftiges Gesamtangebot. Der wesentliche Unterschied besteht darin, ob noch nicht freigegebene Token berücksichtigt werden. Beispiel: Liegt das zirkulierende Angebot eines Projekts bei nur 20 % des Gesamtangebots, wirkt die aktuelle Marktkapitalisierung moderat, während die FDV sehr hoch ausfällt.
Das Risiko besteht bei „geringem Umlauf, großen Freigaben“. Beispiel: Ein Token wird zu 1 US-Dollar mit einem zirkulierenden Angebot von 50 Millionen (Gesamtangebot 500 Millionen) gehandelt, die Marktkapitalisierung beträgt 50 Millionen US-Dollar, die FDV 500 Millionen US-Dollar. Wenn im Laufe der Zeit weitere Token freigegeben und am Sekundärmarkt gehandelt werden, kann das erhöhte Angebot den Preis belasten. Berücksichtigen Sie bei der Bewertung von Projekten Umlaufquote, Freigabeplan, Tokenverteilung sowie Burn- und Buyback-Programme.
Praxistipp: Nutzen Sie die Marktkapitalisierung zur Einschätzung der aktuellen Liquidität und Risikoneigung für Handels- oder Investitionsentscheidungen; die FDV dient zur Bewertung des langfristigen Verwässerungsdrucks. Beide Kennzahlen sollten stets gemeinsam betrachtet werden – einseitiger Fokus kann Fehleinschätzungen zur Folge haben.
Die englische Abkürzung für 市值 ist MCap oder Market Cap, der vollständige Begriff lautet Market Capitalization. Im Kryptobereich begegnet Ihnen diese Abkürzung auf allen großen Datenplattformen. Das Verständnis dieses Begriffs hilft, die Größenordnung verschiedener Assets schnell zu erfassen und zu vergleichen.
Die Formel zur Berechnung der Marktkapitalisierung ist einfach: Aktueller Preis × zirkulierendes Angebot = Marktkapitalisierung. Beispiel: Wird eine Coin zu 10 US-Dollar bei einem zirkulierenden Angebot von einer Million gehandelt, beträgt die Marktkapitalisierung 10 Millionen US-Dollar. Diese Kennzahl spiegelt den Gesamtwert des Assets am Markt anschaulich wider.
Die Marktkapitalisierung hilft, den Reifegrad und das Risikoprofil eines Projekts einzuschätzen. Grundsätzlich bieten Projekte mit hoher Marktkapitalisierung bessere Liquidität und größere Stabilität – aber meist geringeres Aufwärtspotenzial –, während Projekte mit niedriger Marktkapitalisierung höhere Risiken, aber auch größere Wachstumschancen bergen. Wer auf Gate handelt, kann das Gesamtrisiko reduzieren, indem er sich auf nach Marktkapitalisierung führende Coins konzentriert.
Eine niedrige Marktkapitalisierung garantiert keine signifikanten Kursgewinne – das ist ein häufiger Irrglaube unter Neueinsteigern. Zwar haben Small-Cap-Projekte theoretisch größeres Aufwärtspotenzial, sie sind aber auch mit Risiken wie unreifer Technologie, instabilen Teams, geringer Liquidität oder sogar Totalverlust behaftet. Führen Sie daher immer eine sorgfältige Prüfung durch und vermeiden Sie es, blind hohen Renditen nachzujagen.
Token in den Top 100 nach Marktkapitalisierung sind in der Regel etablierte Mainstream-Projekte mit mehreren Handelspaaren, hoher Liquidität und transparenter Informationslage. Token bis zur Top 1000 können mittelgroße oder neue Projekte sein, die sowohl höhere Risiken als auch größere Chancen bieten. Für Einsteiger empfiehlt es sich, zunächst die Top 100 kennenzulernen und zu handeln, bevor sie sich an Projekte mit geringerer Marktkapitalisierung wagen.


